Außersprachliche Variablen im Zweitspracherwerb: Einflüsse und Konsequenzen für die Praxis

Front Cover
GRIN Verlag, Jul 5, 2011 - Foreign Language Study - 23 pages
0 Reviews
Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Germanistik - Didaktik, Note: 1,0, Westfälische Wilhelms-Universität Münster (Didaktik der deutschen Sprache und Literatur), Veranstaltung: Sprachförderung in mehrsprachigen Klassen (Sek. 1,2), Sprache: Deutsch, Abstract: Weder die menschliche Sprach(lern)fähigkeit noch Sprachgemein-schaften sind notwendigerweise auf Monolingualismus ausgelegt; und in psycholinguistischer Hinsicht besitzt jeder Mensch die Fähigkeit, mehrere Sprachen – funktional gesehen – zu lernen, wenn die sozialen Umstände es erfordern (WODE, 1995: 10). Dieses Zitat trifft in der Bundesrepublik Deutschland auf fast 9% der Gesamtbevölkerung zu. Die Zahl der in Deutschland lebenden Ausländer mit Migrationshintergrund liegt derzeit bei über 7,3 Millionen (bamf, 31.08.09). So erfordern es überwiegend die sozialen Umstände, dass sie sich mit der deutschen Sprache arrangieren müssen. Sprache und Integration, Sprache und Kultur, Sprache und Identität, das sind die grundlegenden Instanzen, die die Art und Weise des menschlichen Zusammenlebens entscheidend beeinflussen und formen. Somit bildet die Sprache den „Generalschlüssel“ zur Kultur und zur Integration des jeweils bewohnten Landes. Doch der Weg zur gelungenen Aneignung der Zweitsprache Deutsch ist nicht ohne Hürden. Gerade im Verlauf des ungesteuerten Spracherwerbs gibt es eine Vielzahl an Einflüssen, die der Effizienz und dem Gelingen des Erwerbs entweder im Wege sind oder auch nicht. Denn nach Meinung vieler Wissenschaftler wird der Zweitspracherwerb nicht als ein rein naturgesetzlicher Vorgang angesehen, sondern er stellt vielmehr einen variablen und kreativen Prozess dar, “dessen Ablauf und Ergebnis wesentlich auch von außersprachlichen und insbesondere von individuellen Faktoren bestimmt wird“ (Kuhs 1989, 11). Im Rahmen dieser Arbeit soll daher auf der einen Seite die Komplexität des Bündels an außersprachlichen Einflüssen aufgezeigt werden. Dieses Bündel gliedert sich grob in die individuellen und die sozialen Faktoren. Interessant ist hierbei vor allem, ob und wie weit sich diese positiv und verstärkend auf den Erwerbsprozess auswirken. Anschließend wird die Problematik an einem Fallbeispiel konkretisiert. Es soll ein sinnvolles, hilfreiches Begleiten und Fördern von Nicht- Muttersprachlern aufgezeigt werden, um ihnen so bessere Möglichkeiten und Chancen innerhalb der deutschen Gesellschaft, vor allem aber auch auf dem deutschen Arbeitsmarkt zu eröffnen: „Der Bildungserfolg hängt zentral von guten Kenntnissen der Landessprache ab“ (Esser 2006, 3).
 

What people are saying - Write a review

We haven't found any reviews in the usual places.

Contents

I
II
III
8
IV
15
V
16

Other editions - View all

Common terms and phrases

affektive Faktoren Akzeptanz Apeltauer Aron Jährig Aspekt Ausländer Außersprachliche Einflussfaktoren Außersprachliche Variablen Auswirkungen besonders bessere L2 Bewahrungstendenzen bildungsfernen Bundesrepublik Deutschland deutschen Kindern deutschen Sprache Deutschland Einbeziehung der Eltern Einflüsse und Konsequenzen Einreisealter Einschulung Einstellung Elin Erstsprache Erwerb der L2 Erwerbsprozess Esser Ethnische Konzentrationen Fallbeispiel 3.1 familiales Aufstiegsprojekt familiären Fördermaßnahmen gezielte GRIN Verlag gute Hartmut HIPPY Hörverstehen Hrsg Hummrich Individuenvariablen instrumentelle Integration von Migranten Interdependenzen intrinsische Motivation Introvertiertheit Jahre Kindergarten Kindern und Jugendlichen kommunikativen Kompetenzen Kontakt zu Peergroups Korrelation Kretschmann 2002 Kuhs Kultur bei gleichzeitiger L1-Gebrauch L2-Erwerb L2-Kontakten language lernen Mehrsprachigkeit Migration Migrationshintergrund Möglichkeiten Motivationsförderung muss Muttersprache negative neue Sprachgemeinschaft Niedersächsisches Kultusministerium Online Peergroup Person Personenmerkmale Persönlichkeitsmerkmalen politisch-ökonomische Rahmenbedingungen prägen positive Rahmen dieser Arbeit Regelkreisen Röhr-Sendlmeier 1985 Schaner-Wolles Soziale Kontext Soziale und politisch-ökonomische Soziale Variablen Sprache und Integration Sprache und Kultur Sprachenkontakt Spracherwerb Sprachliche Frühförderung Sprachwahl Töchter Türkei türkischen Variablen im Zweitspracherwerb Vielfalt vorschulische Förderung Wertschätzung der L1 wichtig WWW.GRIN.com Zweitsprache

Bibliographic information