Ausgewählte Theologische Schwerpunkte zu Apostel Paulus und dessen Verhältnis zu Jesus

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GRIN Verlag, Mar 4, 2008 - Religion - 10 pages
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Essay aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Theologie - Biblische Theologie, Note: 2,3, Universität Potsdam (Institut für Philosophie), Veranstaltung: Paulus als Architekt einer Universalreligion, 3 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Paulus war ein Jude aus Tarsus, der vermutlich zur gleichen Zeit wie Jesus geboren wurde. Seine Taten, mit denen er in die Geschichte einging, lagen ungefähr zwischen 36 und 60 n. Chr. Um die Theologie des Paulus besser zu verstehen, ist es dienlich sich ein Bild über ihn aus seiner Sicht zu machen. Die Theologie ist eng verknüpft mit der Sicht der eigenen Person und seiner Rolle in Gottes Plan. Paulus selbsternannte Berufsbezeichnung war die eines Apostels der Heiden im messianischen Zeitalter. „Euch Heiden aber sage ich: Weil ich Apostel der Heiden bin, preise ich mein Amt". Sein Aufgabengebiet war die Bekehrung der Heiden zur Anbetung des Gottes Israels. Paulus war Jesus nie begegnet und lernte die führenden Jünger erst 3 Jahre nach seiner eigenen Konversion kennen. Der Kontrast zwischen Paulus und ihnen, bzw. Jesus hätte kaum größer sein können. Jesus kam aus einem winzigen Dorf und war Sohn eines Zimmermanns. Er stand den Bauern, die das Land bearbeiteten näher als den Kaufleuten die das Mittelmeer bereisten. Er hat vermutlich auch nie fremde Kulturen kennen gelernt, sie verglichen und ihre Werte erlebt. Paulus war ein Stadtmensch und Kosmopolit, der sich in der ganzen griechisch-römischen Welt bewegte. Er sprach Griechisch und vermutlich auch noch Aramäisch, Hebräisch und Latein. Die Briefe deuten bei Paulus auf eine für unsere heutigen Verhältnisse vergleichbare Mittelschicht hin. Sein Griechisch war gut, hatte aber keine elegante Prosa. Paulus hatte den Beruf Zeltmacher gelernt. Diese Branche bediente vermögende Leute, die auf Reisen nicht auf die schmutzigen Unterkünfte angewiesen waren. Es wird vermutet, dass er die Führung eines Geschäftes und den Umgang mit Eigentum beherrschte. Er konnte als Missionar „von seiner Hände Arbeit" leben. Er konnte organisieren und hatte meist einige Mitarbeiter. Paulus hatte die erste Hälfte seines Lebens als strenger Pharisäer gelebt. „Der vorchristliche Paulus war ein jüdischer Fundamentalist. Demonstrativer Gesetzesstolz und Eifer für das Gesetz charakterisierten sein Leben“ Auf dem Weg nach Damaskus soll er als Christenverfolger in einer Vision dem auferstandenen Jesus selbst begegnet sein. Er vollzog einen großen Wandel: „Die Bekehrung des Paulus ist aber zugleich eine Verwandlung im Inneren des Paulus"
 

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