Auswirkung von Botulinumtoxin Typ A Injektionen auf das Gangtraining bei zerebralparesebedingten spastischen Fußdeformitäten

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GRIN Verlag, May 4, 2010 - Medical - 22 pages
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Bachelorarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Physiotherapie, Ergotherapie, Note: Sehr Gut, FH Joanneum Graz (Physiotherapie), Sprache: Deutsch, Abstract: Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, ob durch Botulinumtoxin Typ A Injektionen Auswirkungen auf das Gangtraining bei Kindern mit zerebralparesebedingten spastischen Fußdeformitäten zu erwarten sind. Sie basiert auf dem fiktiven Patientenbeispiel eines siebenjährigen Kindes mit der Diagnose ‚Infatile Zerebralparese‘ und dadurch bedingter spastischer Spitzfußstellung beider Beine. Botulinumtoxin Typ A ist das Toxin eines Bakteriums, welches nach Injektion in den Muskel die Acetylcholinfreisetzung und somit eine Erregungsübertragung hemmt. Diese Methode wird daher auch zur Senkung der Spastizität, welche ein Leitsymptom der infantilen Zerebralparese darstellt, angewandt. Durch zerebralparesebedingte Muskeldysbalancen können auch verschiedene Fußdeformitäten entstehen, welche das Kind wesentlich in seiner Gangaktivität einschränken. Die Arbeit behandelt Studien, in welchen die Wirkungsweise von Botulinumtoxin Typ A Injektionen in den Musculus gastrocnemius bei spastischem Spitzfuß untersucht wurde. Hierbei zeigen sich Verbesserungen auf struktureller Ebene. Auf Funktionsebene erkennt man kaum signifikante Unterschiede im Vergleich zu der Placebogruppe. Der / die PhysiotherapeutIn nimmt in dem Prozess der Botulinumtoxintherapie einen wichtigen Platz in der interdisziplinären Zusammenarbeit ein. Dieses Aufgabengebiet reicht von der Unterstützung bei der Patientenauswahl bis zur anschließenden Physiotherapie nach der Injektion. Diese physiotherapeutische Behandlung beginnt mit der Unterstützung des Kindes bei der Anpassung an die geänderte muskuläre Situation. Der Zeitraum, in dem Botulinumtoxin Typ A seine größte Wirkung zeigt, soll für Dehnung der spastischen Muskulatur und Kräftigung der antagonistischen Muskulatur verwendet werden. Die zukünftige Therapie zielt auf ein funktionelles, spielerisches, dynamisches und aktives Training ab. Weiters zeigt eine Einzelfallstudie, dass dynamische Therapie möglicherweise eine Alternative zur Botulinumtoxinbehandlung darstellen kann.
 

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1.2 Allgemeine Wirkungsweise 2.3 Fußdeformitäten 2.3.2 Der Spitzfuß 2.3.3 Der Plattfuß 2.3.4 Der Klumpfuß Aktivitäten Anhang Bakteriums Begriffe des Gangzyklus Behandlung Beines und endet Bereich Berweck Botox botulinum Botulinumtoxin Typ Botulinumtoxininjektion Botulinumtoxintherapie BTX-Therapie BTX/A BTX/A-Gruppe Cerebral Palsy Dehnungsreflexe Diagnose Diplegie und Hemiplegie Dorsalextension Download Dynamische Therapie Einzelfallstudie Erste Bakkalaureatsarbeit Fehlrotation Ferse Fietzek Fiktives Patientenbeispiel funktionelle Funktionsebene Ganganalyse Gangbild Gangzyklus Götz-Neumann gastrocnemius geänderte muskuläre Situation GMFM Gross Motor Function Hemiparese hierbei Hüter-Becker & Dölken infantiler Zerebralparese Initial Contact Kind kontralateralen Beines Kontrollgruppe Leach Leitsymptom möglich Musculus gastrocnemius Muskeltonus Neurologie Parese Partizipation Pathophysiologie Perry PhysiotherapeutIn Physiotherapie Plantarflexoren primär Referenzbeines Referenzbeins vertikal Sagittalebene Schwungbeinphase Sebastian signifikante soll sowie Spasticity Measure System spastische Diplegie spastischen Muskulatur Spastizität Spielen Abfangen Sprunggelenk Standbeinphase strukturelle Swing Teilnehmer Thieme Tibia tibialis Tonus toxin Typ A Injektionen unebenen Untergründen Unterstützung Unterstützungsfläche Verbesserungen Versuchsgruppe vertikal zum Boden Wadenmuskulatur Wirkungsweise von Botulinumtoxin Wirth & Zichner zeigt zerebralparesebedingte Muskeldysbalancen

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