Autoritarismus - Der lerntheoretische Ansatz von Detlef Oesterreich

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GRIN Verlag, Dec 5, 2005 - Political Science - 24 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte, Note: 1,3, Eberhard-Karls-Universität Tübingen (Institut für Politikwissenschaft), Veranstaltung: Neuere Ansätze in der Autoritarismusforschung, 9 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: In einer Reihe von Studien wurde nach dem zweiten Weltkrieg die Frage gestellt, welche Persönlichkeitsmerkmale eine Person aufweisen muss, die rechtsextrem ist und somit auf eine bestimmte Art und Weise die Menschenwürde missachtet, andere Menschen für minderwertig hält, davon das Recht und die Pflicht ableitet, diese zu unterdrücken, und wenn dies nicht funktioniert, sie zu vertreiben oder auszurotten. Diesen Studien gemeinsam ist die Vorstellung, dass es "verborgene", dem Einzelnen nicht direkt zugängliche stabile Persönlichkeitsmerkmale gibt, die autoritären und totalitären Regimen Vorschub leisten. Einzelne Forschungsgruppen haben dabei jeweils andere Persönlichkeitsmerkmale als besonders relevant und stabil herausgearbeitet. In den letzten Jahren hat die Autoritarismusforschung jedoch eine Wiederbelebung erfahren, was sich in den zahlreichen Publikationen zum Konzept der autoritären Persönlichkeit zeigt. Die zahlreichen Veröffentlichungen zum Thema Autoritarismus allein in den neunziger Jahren, die Arbeit an den weiterhin offenen Forschungsfragen und die Bezugnahme auf das Konzept zur Erklärung aktueller Problemlagen belegen die Aktualität und Faszination, die bis heute von der Studie zur autoritären Persönlichkeit ausgeht. Innerhalb der zahlreichen Veröffentlichungen bestehen über die Definition des Autoritarismus unterschiedliche Ansichten, auch was die Bezeichnung des Begriffs Autoritarismus als Persönlichkeitsdimension oder -syndrom angeht. Autoritarismus bezeichnet als eine Form abweichenden Verhaltens eine Verhaltensweise, die ganz allgemein durch die Unterordnung unter Mächtigere und die Unterdrückung Schwächerer gekennzeichnet ist. Aufgrund der unbefriedigenden Forschungslage, die zu vielfältigen Revisionen sowohl der Autoritarismusskala als auch des Konzepts selbst geführt hat, entwickelte Oesterreich eine neue Theorie. Er sieht zudem den hohen Forschungsaufwand mit über 2000 Publikationen in einem denkbar schlechten Verhältnis zu dem Ertrag gesicherter Erkenntnisse. Seiner Meinung nach ist es bisher nicht gelungen, Untersuchungsergebnisse langfristig abzusichern, da es für jeden Befund einen Gegenbefund gibt. In dieser Hausarbeit geht es um die Beantwortung der Frage, ob Autoritarismus kein Persönlichkeitsmerkmal, sondern gelerntes, situatives Verhalten ist. Die Frage soll anhand des lerntheoretischen Ansatzes von Detlef Oesterreich erörtert und anschließend beantwortet werden.
 

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Contents

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Common terms and phrases

Aggression aggressives aktuellen Autoritarismusforschung Angela Hrsg Angst und Verunsicherung Ansätze der aktuellen autoritären Persönlichkeit sieht autoritären Persönlichkeitsmerkmalen autoritäres Verhalten Autoritarismustheorie Bedeutung sozialer Erfahrungen bedrohlich beispielsweise Charakterstrukturen Christel Christian Demnach Detlef Oesterreich Deutungsmuster Diplom-Psychologen Einstellung und Ethnozentrismus emotionale empirische Untersuchung Ergebnisse Erich Fromm erst Erziehung Explikation Faktoren für politische Familie und Autoritarismus Faschismus Flexibilität Fragebogen zur Messung Fragen zum Verhalten Gerda/Schmidt Hopf individuelle Individuum Jahren Jugendforscher Jugendlichen in Ost kapitalistische Kind Kindervater klammert Kognition Konfliktbewältigung Kontroversen und Ansätze Krisen Krisensituationen kritisiert Laufe des Lebens laut Oesterreich mangelnde Menschen Messung von Autoritarismus Normen Oesterreich 1996 Oesterreich 2000 Oesterreich Detlef Oesterreichs neuer Fragebogen Operationalisierung Opladen Personality Persönlichkeit und Gesellschaftsordnung politische Einstellungen politischen Radikalisierung psychoanalytischen Rahmen Rigidität Rippel u.a. Rippl Sach-„Autorität Sachkompetenz Schutz gewähren Schutzfunktion Seipel situationsspezifische sowie Sozialisation autoritärer Persönlichkeiten Sozialisation im Elternhaus Sozialisationsprozess Sozialwissenschaften stark Stellenwert psychischer Faktoren Susanne Theorie Überforderung Unselbstständigkeit unterschiedliche Untersuchung von Jugendlichen Verhalten nicht automatisch verunsichernden Situation Zusammenhang

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