Bausteine: gesammelte kleine Schriften

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Otto Janke, 1879
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Popular passages

Page 11 - Inbegriff derjenigen allgemeinen Bestimmungen des Handelns, durch welche es geschieht, daß das sittliche Ganze und seine Gliederung sich erhalten und weiterbilden kann.
Page 82 - Urschrift gelesen habe, so fehlt ihm immer gerade das Eine, in dem der ganze Zauber des Griechischen liegt, was man mit keinem Worte ganz aussprechen kann, aber was man tief und unendlich fühlt, was machen würde, daß in jeder ernsthaftesten und heitersten, glücklichsten und...
Page 83 - Dabei gehe ich doch nicht ohne Interesse und nicht ohne Liebe nach Deutschland. Ich liebe Deutschland recht eigentlich in tiefer Seele, und es mischt sich in meine Liebe sogar ein Materialismus ein, der die Gefühle manchmal weniger rein und edel, aber darum nur stärker und kräftiger macht. Das Unglück der Zeit knüpft mich noch enger daran, und da ich fest überzeugt bin...
Page 80 - Reiz des Alterthums, davon bin ich jetzt fest überzeugt, liegt gewiss darin, dass eine : Schrift aus klassischer Zeit nicht mehr Gedanken eines Einzelnen, sondern einer Nation , ° eines Zeitalters scheint, und der Mensch will doch immer auf der breiten Basis der Menschheit ruhen, nicht ohne geheime Ahndung, dass in dieser unmittelbarer die Gottheit liegt.
Page 82 - Schiffskatalogus wären, mir mehr das Gefühl des Überschwankens der Menschheit in die Gottheit (was doch die Summe alles menschlichen Fühlens und alles irdischen Trostes ist) geben würden, als irgend etwas von einem ändern Volk.
Page 19 - Kritik317 bemerkte, die darin „die schönste Verwerthung der Darwin'schen Principien von Individuation, Vererbung, Anpassung und Atavismus" anerkannte, führte zu Wiederholungen, zu Konstruktionen ; die historische Psychologie erlag dem Massenhaften und Detaillistischen des enzyklopädischen Geschichtsplanes. Im Detail war Freytag sachkundig; aber die Addition ergab keine Ganzheit. Er griff zu dekorativen Erfindungen, zu moderner Psychologie...
Page 80 - ... damit übereinstimmen dürften. Bei allen Arbeiten über die Sprache habe ich in meiner Ansicht damit zu kämpfen, dass nur sehr wenige Menschen auch nur im allerallgemeinsten das Gefühl von der Sprache haben, bei dem diese Ansicht allein Ueberzeugung gewähren kann. Die ganz gewöhnlichen Ideen, dass die Sprache ein Werkzeug, ein Mittel ist, die Worte gleichgültige Zeichen, die Grammatik eine Einrichtung, die, welche Vorzüge oder Mängel sie habe, sich doch am Ende immer mit gleichem Fortgang...
Page 81 - Bei allen diesen Sprachstudien komme ich immer darauf zurück, und hoffe Gelegenheit zu finden, es einmal recht ordentlich zu sagen, dass die Griechische Sprache und das Griechische Alterthum das Vorzüglichste bleiben, was je der menschliche Geist hervorgebracht hat.
Page 82 - Worte ganz aussprechen kann, aber was man tief und unendlich fühlt, was machen würde, daß in jeder ernsthaftesten und heitersten, glücklichsten und wehmütigsten Katastrophe des Lebens, ja im Momente des Todes, einige Verse des Homer und, ich möchte sagen, wenn sie aus dem...
Page 113 - Lang schlich sie dahin, lang schleppte sie noch nachahmende Fessel und seufzte, Bis Klopstock naht und die Welt fortreißt in erhabener Odenbeflüglung Und das Maß herstellt und die Sprache befeelt und befreit von der gallischen Knechtschaft, Zwar starr noch und herb und zuweilen versteint, auch nicht jedwedem genießbar; Doch ihm folgt bald das Gefällige nach und das Schöne mit Goethischer Sanftheit.

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