Bd., 1. abth. Allgemeine Theorie der griechischen Metrik, von Rudolf Westphal ... und Hugo Gleditsch ... Nebst einem Nachworte zum zweiten Bande. Als 3. Aufl. der Rossbach-Westphalschen Allgemeinen Metrik der Griechen. 1887

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Page xxi - Wenn dumpftosend der Donner hallt, Da, da fühlen sich alle Herzen In des furchtbaren Schicksals Gewalt. Aber auch aus entwölkter Höhe Kann der zündende Donner schlagen, Darum in deinen fröhlichen Tagen Fürchte des Unglücks tückische Nähe, Nicht an die Güter hänge dein Herz, Die das Leben vergänglich zieren, Wer besitzt, der lerne verlieren, Wer im Glück ist, der lerne den Schmerz.
Page xix - Durch die Straßen der Städte. Vom Iammer gefolget, Schreitet das Unglück — Lauernd umschleicht es Die Häuser der Menschen, Heute an dieser Pforte pocht es, Morgen an jener, Aber noch keinen hat es verschollt. Die unerwünschte Schmerzliche Botschaft, Früher oder später, Bestellt es an jeder Schwelle, wo ein Lebendiger wohnt.
Page xxi - Höhe Kann der zündende Donner schlagen. Darum in deinen fröhlichen Tagen Fürchte des Unglücks tückische Nähe! Nicht an die Güter hänge dein Herz, Die das Leben vergänglich zieren! Wer besitzt, der lerne verlieren; Wer im Glück ist, der lerne den Schmerz!
Page xxi - Wenn die Blätter fallen In des Jahres Kreise, Wenn zum Grabe wallen Entnervte Greise, Da gehorcht die Natur Ruhig nur Ihrem alten Gesetze, Ihrem ewigen Brauch, Da ist nichts, was den Menschen entsetze!
Page xxvii - Bergk, therefore, wrong when he said to Ross.bach in 1847, " dass eine jede griechische Strophe ein Kunstwerk im vollen Sinne des Wortes sei, wo Alles auf architectonischer Gliederung beruhe und wo es nicht bloss auf den einzelnen Vers ankomme, sondern vor Allem darauf, wie der Vers zur Totalität de rhythmischen Composition passt
Page 160 - Arsis [of iambic and trochaic verse] lässt keine Auflösung zu. Unrichtig ist es, wenn die Metriker dies annehmen. Sie verstehen unter dem anapaestus den in den dialogischen lamben eingemischten kyklischen Anapaest, der aber mit dem irrationalen Iambus nichts zu thun hat und schon deswegen keine Auflösung desselben sein kann, weil er auch an solchen Stellen des Verses vorkommt, von welchen der Spondeus bei den Griechen durchaus fern gehalten ist,
Page 22 - At tu ne pugna cum tali coniuge, virgo ! 60 non aequom est pugnare, pater cui tradidit ipse, ipse pater cum matre, quibus parere necesse est. virginitas non tota tua est, ex parte parentum est: tertia pars...
Page 82 - Tempels*), über dem bereits ein geheimnissvolles Morgenlicht zu dämmern beginnt und das Nahen des Tages verkündet, der beides, Heil und Unheil, bringen kann. Doch die Fäden der Zukunft sind in der Vergangenheit geknüpft, und so lässt der Chor der Greise die Thaten verflossener Zeiten vor seinem Geiste vorüberziehen und ahnt aus ihnen, immer mehr von düsterem Bangen ergriffen, die Nähe des Unheils. Die Gewalt der subjectiven Empfindung hält sich in den ruhigen Bahnen eines epischen Gesanges...
Page xxviii - Rhythmik' lag darin, daß hier zum ersten Male sämtliche Lehren der antiken Theoretiker, die G. Hermann noch nicht berücksichtigt hatte, zusammengestellt und erklärt waren, eine Arbeit, der z. BH "Weil die wärmste Anerkennung zu teil werden...

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