Bedeutung der Minneexkurse in Wolfram von Eschenbachs "Parzival"

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GRIN Verlag, 2007 - 60 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Germanistik - Altere Deutsche Literatur, Mediavistik, Note: 2,5, Ruprecht-Karls-Universitat Heidelberg, 9 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Wolfram von Eschenbach (ca. 1170-1220), offenbar ein Berufsdichter, stammt nach eigener Aussage aus Bayern. Uber seine soziale Herkunft existieren nur Vermutungen, da alles, was wir uber ihn und seine Lebensverhaltnisse wissen, aus literarischen Quellen, vor allem aus Selbstaussagen stammt, sodass schwer zu entscheiden ist, ob das, was der Erzahler von sich mitteilt, als autobiographisch verstanden werden darf. Nichtsdestotrotz gelten seine Werke als Hohepunkt der mittelalterlichen deutschsprachigen Dichtkunst. Sein "Parzival," der sich auf die Vorlage "Conte du Graal" von Chretien de Troyes stutzt, ist vermutlich um 1200-1210 entstanden. Er gehort zu den meistgelesenen Werken des Mittelalters und ist in mehr als 80 Handschriften uberliefert. Geschickt versteht es Wolfram hier, die Thematik des Rittertums mit der Gralsgeschichte, verwandtschaftlichen Beziehungen, gesellschaftlichen Normen, religiosen Motiven und der Liebesthematik, die in Form der Minne und des Minnedienstes eine zentrale Rolle im Parzival einnimmt, zu verknupfen. Als besonders aussergewohnlich gilt, dass Wolfram in seinem Werk immer wieder personlich als Erzahler in Erscheinung tritt, um zwischen dem Stoff und seinem Publikum vermitteln zu konnen. Mit Hilfe dieses sehr subjektiven Erzahlstils gelingt es ihm, den Erzahler und sein Publikum in die Dichtung mit einzubeziehen und zu Mitspielern der Handlung zu machen. Aufgrund seiner viel gelobten Erzahlerhaltung, die teils humorvoll-ironisch, teils kritisch ist, hebt er sich von seinen Zeitgenossen ab, weshalb seine Dichtung bis heute als Stilphanomen gewertet wird. Wie Wolfram dieses erzahlerische Konnen einsetzt und welche Wirkung es auf den Leser hat, das soll im Folgenden anhand der Analyse mehrerer Textpassagen verdeutlicht werden. Dabe
 

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Einleitung S
3
Schluss S
18
Anhang S
21
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