Beiträge zur experimentellen Psychologie, Issue 1

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Popular passages

Page 223 - Apparat genau zu greifen, und findet dann, dass in der Unlust die Streckbewegungen wesentlich zu klein, die Beugebewegungen zu gross und umgekehrt in der Lust die Beugebewegungen zu klein, die Streckbewegungen zu gross gemacht werden. „In der Unlust besteht somit eine starke Tendenz zur Beugung, durch welche die Beugebewegungen verstärkt, die Streckbewegungen geschwächt werden und in der Lust besteht die Tendenz zur Streckung, wodurch die Streckbewegung gross, die Beugebewegungen zu klein ausfallen.
Page 23 - Da also einerseits die Entstehung des Apparates, andererseits unter Voraussetzung des Apparates bei bestimmtem Bedingungskomplex die bestimmte Bewegung kausal verständlich ist, so ist der äussere materielle Vorgang jeglicher Bewegung, sei es...
Page 129 - Disposition des Leitungsweges, die Erregung der einen Endstation leichter als allen anderen von derselben ausgehenden Bahnen weiterzutragen zu jener zweiten Endstation, die früher mit ihr gleichzeitig alteriert war; kurz, wenn einer der beiden Ganglienkomplexe funktioniert, so wird der Prozeß sich auf jenem Verbindungswege fortpflanzen zu dem anderen Gehirngebiet.
Page 75 - Schläfrigen scheint die Umgebung bald eindunkelnd, bald zu plötzlicher Helligkeit aufflackernd; die Rede der Umstehenden kommt ihm bald wie aus unbestimmter Ferne zu, bald schreckt sie ihn aufdröhnend wie aus unmittelbarer Nähe empor; ein Wechsel der Empfänglichkeit, der auf die oscillirende Kraft hindeutet, mit der die Müdigkeitsgefühle das Bewusstsein bald bedrängen, bald ihm einige Freiheit gestatten. Blicken wir, ruhig liegend, längere Zeit eine gemusterte Tapete an, so ist es bald der...
Page 13 - Gedanken gebracht." 38. Allen diesen Erörterungen gegenüber scheint aber die sogenannte innere Erfahrung zu beweisen, dass wir doch stärkere und schwächere Eindrücke empfangen, und in dem täglichen Leben ist uns dieser Unterschied geläufig. Dieses Motiv kann aber...
Page 23 - Untersuchung dahin zusammenfassen: die ganze Welt, einschliesslich der gesamten Menschheit, ist für den einzelnen Organismus eine unendlich mannigfaltige Reizquelle, welche in ihm durch seinen sensorisch-motorischen Mechanismus notwendig diejenigen Bewegungen verursacht, welche...
Page 24 - Centrum ist sensorisch und motorisch zugleich; jeder motorische Impuls hat seine Quelle im zugeleiteten Reiz, und jede sensorische Erregung dringt weiter fort in die motorische Bahn.
Page 76 - Qehörweite gerückt würde und zuletzt denselben überschritten hätte. Nach einigen Secunden erscheint das Geräusch wieder, anfangs verschwommen, sehr bald deutlicher, gleichwie wenn die Uhr dem Ohre rasch genähert werden möchte, und schliesslich treten die einzelnen Schläge vollkommen rein hervor, worauf die soeben geschilderte Erscheinung von Neuem beginnt. Eine Steigerung und Verminderung bis zur gänzlichen Auslöschung des Geräusches findet nicht immer allmählich statt, sondern weist...
Page 129 - Prozeß auf diejenige Leitungsbahn übergeht, welche beide Punkte verbindet. Die Bahn, deren beide Endstationen alteriert sind, dient gewissermaßen dem Ausgleich der beiden Erregungen, und, gleichviel wie man sich den...
Page 13 - Gesetzes liegen mögen. Eine Empfindung ist eben ein Vorgang von grosser Complicirtheit, und das einfache Schema von „wie" und „wie viel" ist auf dieselbe nur mit Reserve anzuwenden. Es will scheinen, als wären wir aus unserer Empfindung heraus nie auf den Gedanken gekommen, dass die Eindrücke der genannten Reize sich nur durch ihre Quantität unterscheiden; als hätte uns vielmehr die Erfahrung, dass der Reiz nur in seiner Quantität geändert werden muss, um von einer Empfindung zur anderen...

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