Beiträge zur Etymologie deutscher Flussnamen

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Vandenhoeck und Ruprecht's Verlag, 1881 - German language - 126 pages
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Page 124 - /4. - historico-naturalis physico-chemica et mathematica oder systematisch geordnete Uebersicht der in Deutschland und dem Auslande auf dem Gebiete der gesammten Naturwissenschaften und der Mathematik neu erschienenen Bücher herausg.
Page 3 - ... sich ist vieldeutig, erst durch Vergleiclmng mit möglichst vielen verwandten Flufsnamen gelangt man zu gröfserer Klarheit und zu einer ziemlich sicheren oder doch wahrscheinlichen Deutung. So betrachtet der Verfasser in dem ersten Abschnitt „die Wurzel an in dem ersten Bestandteile der Flufsnamen Anara, Anatrafa, Ahne, Ennepe, Unstrut, Unsinn, Untreu, One, Ihna, Eine, Ehn, Indrista, Inda", und findet, dafs auch in diesem Bestimmungsworte der Begriff des Eilens enthalten sei, der so überaus...
Page 106 - ... der jüngeren periode erhaltung des o eine stärkere, Übergang in a eine schwächere stufe bezeichnet. Einen positiven beweis dafür, dass ein Übergang von o in a in der Wurzelsilbe stattgefunden hat, dürfen wir vielleicht, worauf mich Sievers aufmerksam macht, in got. alev sehen, welches doch wol lehnwort aus lat. oleum sein muss. Ich möchte ferner hinweisen auf Moguntiacum — Maginza und für a im diphthongen auf Moenus.
Page 75 - Dravua mit sskr. drawas fluens" zusammenstelle. Nun finde ich bei F. I, 347 drapsa Tropfen, Funken von dem St. drap laufen, der bekanntlich eine Weiterbildung von drä lau fen ist. Es erscheint aber, wie F. I, 809 unter skap, skip bemerkt, das urverwandte auslautende p im Germ, sehr oft unverschoben. Wir erhielten demnach statt des eur. St. drap den germ. St. trap. 173 In dieser Gestalt tritt das vorliegende Grw. nach meiner Ansicht in For-trapa und Far-n-trapa zu Tage, während die Fln. Ana-trafa,...
Page 22 - S. das geographische Register unter Gallia. Die Frage über den germanischen Ursprung der Belg. ist vielfach besprochen worden. Am richtigsten wird man mit Roulez (mélanges de philolugie d'histoire et d'antiquités Bruxelles 1850. fase. VI.) annehmen dafs dieselben zwar aus Germanien eingewandert waren, allmählich aber Sprache und Sitten der von ihnen unterworfenen Gallier angenommen hatten.
Page 106 - ... in ursprünglich (indog.) unbetonter silbe un,ter dem einflusse eines nasals oder einer liquida entstanden ist. Aber noch nicht definitiv entschieden ist die frage, wie wir uns genau die natur des zu gründe liegenden lautes im indog. und auf der nächsten Vorstufe vor der entwickelung zum u zu denken haben. Brugman selbst schwankt für die grundsprache zwischen ansetzung von nasalis oder liquida...
Page 11 - Namen sind aus den zweistämmigeirdurclf.Verkürzuug hervorgegangen. Nicht einverstanden dagegen bin ich mit Lohmeyer, wenn er auch die bedeutenderen Wasserläufe westlich vom Rheine sowohl wie in Süddeutschland 'durchweg für deutsch benannt hält. Auf einzelne dieser Namen werde ich gelegentlieh zurückzukommen mir...
Page 19 - S. 116), und Curtius sieht, wie sich namentlich aus seinen gegen Delbrück gerichteten Worten S. 17 ergibt, in diesem Zugeständnis das Bekenntnis, dass es mit der Lehre von der unbedingten Constanz der Lautbewegung schlecht bestellt sei.

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