Beiträge zur diplomatik, Volume 36

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K. Gerold's sohn, 1861
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Page 362 - ... Fällen eintrat, nämlich in denen, in welchen das Recht giltige Tauschverträge einzugehen noch bestritten oder zweifelhaft war. Solche Beschränkung muss man voraussetzen, wenn sich der Erzbischof von Salzburg (B 762 und in ganz gleicher Fassung B 763 für Passau) bewilligen lässt „ut sibi liceret a viris nobilibus eorem res proprias et mancipia cum rebus ecclesiae . . commutare".
Page 214 - Virgilius (sie) legito quod si mage nasse labor (sie) herbarum vires macer tibi carmine dicit Si romana cupis et punica noscere bella, Mit diesen Eingangszeilen des zweiten Buches bricht aber das Manuscript ab und S. 54 — 60 sind, wie gesagt, leer; was dann auf S. 61 ff.
Page 220 - Primum querite regnum del begann, glaubte er natürlich den Anfang der Sammlung gefunden zu haben. Man darf daher bei dieser Entstehungsweise in dem Ganzen weder nach der ersten alphabetischen Anlage und noch weniger in seiner jetzigen Gestalt irgend eine systematische Anordnung suchen: in der That laufen Sprüche der verschiedensten Tendenz bunt durch einander; so manche wiederholen sich in mehr oder minder ähnlicher Gestalt und Fassung. Die Zeit der Übersetzung wird vielleicht die zweite Hälfte...
Page 347 - hludouuicus diuina largiente (oder fauente) gratia (oder dementia) rex baioariorum". Gleichlautend ist Formel IX in B 723, BÖ 721, 724, 725, 727. Mon. Boic. 31, 68. 70, 72: „et ut haec auctoritas . . . per curricula annorum inuiolabilem atque inconuulsam obtineat firmitatem, manu propria subter firmauimus et anuli nostri impressione signari iussimus".
Page 222 - ... mir räthlich, vor der Hand noch, besonders aber bei ersten Drucken und bei Fragmenten, oder wo man nicht über mehrere Codices zu verfügen hat, an der Schreibweise nichts zu ändern, um so mehr, als es überflüssig ist, noch erst darauf aufmerksam zu machen , wie mannigfache Mängel die jetzt hei Herausgabe altcechischer Denkmäler beliebte Schreibung besitzt. Während z. B. jene, welche man für Ausgaben mittelhochdeutscher Schriftwerke eingeführt hat, aus der Schreibweise alter Handschriften...
Page 219 - Sittenregeln und Glaubenswahrheiten, oder sind zum Theile auch aus classischen Schriftstellern genommen; eine bedeutende Anzahl davon ist der Bibel entlehnt : vier endlich von ihnen sind Wiederholungen aus den Einleitungssentenzen zum Cato10). Bei genauerer Betrachtung bemerkt man, dass die lateinische Sammlung, welche dem Übersetzer vorlag, ursprünglich alphabetisch angeordnet war und es müssen sich die noch vorhandenen Sprüche in nachstehender Weise folgen: 4 = 141 bis 173.
Page 222 - ... zu lesen haben. Dann aber scheint es mir räthlich, vor der Hand noch, besonders aber bei ersten Drucken und bei Fragmenten, oder wo man nicht über mehrere Codices zu verfügen hat, an der Schreibweise nichts zu ändern, um so mehr, als es überflüssig ist, noch erst darauf aufmerksam zu machen , wie mannigfache Mängel die jetzt hei Herausgabe altcechischer Denkmäler beliebte Schreibung besitzt. Während z. B. jene, welche man für Ausgaben mittelhochdeutscher Schriftwerke eingeführt hat,...
Page 220 - Missverständuissen (z. B. Nr. 5. 23. 58. 100. 237. 268 usw) nicht fehlt, ja manchmal sogar das Gegentheil dessen wiedergegeben erscheint, was der lateinische Text ausspricht (z. B. Nr. 4. 11. 218 usf); hie und da ist der Dichter wieder unmässig sclavisch in der Übersetzung der lateinischen Worte und Formen , wie wenn er in Spruch 7 Promissum solvere debes durch Slibenü vec mäs zaplatiti, Spr. 28 Christus est semper laudandm durch Christus j est vzdy cky cten, Nr.
Page 220 - 19. S = 289 „ 295. V. V = 282 bis 288. Es fehlen also die Buchstaben L, M, N, Q, T und X — Z, und auch andere, welche hier nur mit wenigen Sprüchen vertreten sind, mögen unvollständig erhalten und sie alle mit den ausgerissenen Seiten 99 — 150 der Handschrift verloren gegangen sein. Die jetzige Zerstörung der ursprünglichen Ordnung aber mag daher rühren, dass der Abschreiber ein durch den Gebrauch schadhaft gewordenes Exemplar in einzelnen Blättern vor sich hatte, welches er nach Gutdünken...
Page 214 - S. 54 — 60 sind, wie gesagt, lcer; was dann auf S. 61 ff. steht, gehört nicht mehr zum Cato und werde ich darauf sogleich zurückkommen. Was das Verhältniss der einzelnen Handschriften zu einander betrifft, so gehören sie sämmtlich einer Bearbeitung an und es lässt sich auch, so weit ich sie kenne, noch keine mehrfache Recension feststellen, wenigstens scheinen alle auf einen einzigen gemeinsamen Urtext zurückzuleiten; dafür spricht schon der Umstand, dass von den kurzen Sprüchen der 20....

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