Beitrag zur Kenntniss der Cladochytrien ..., Volume 4

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Druck von R. Nischkowsky, 1886 - 14 pages
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Page 2 - Dauersporen liegen einzeln oder zu mehreren — bis 5 wurden gezählt — im Inneren der Zellen. Ihre Gestalt ist meist nur schwer genau festzustellen, da sie von dem braunen Inhalt der Wirthszelle gewöhnlich dicht eingeschlossen sind. An freier liegenden Exemplaren erkennt man aber, dass sie rundlich ovale Körper darstellen, deren eine breite Seite eine seichte Einsenkung zeigt, die sich nach ihrer Mitte hin wieder zu einer stumpfen Vorwölbung erhebt. Ihre Grosse schwankt zwischen ziemlich engen...
Page 4 - ... Allem Anschein nach sind sie in eine verquellende Substanz eingebettet, welche mit der scheitelständigen Substanz in Continuität steht. Dafür spricht namentlich auch der Umstand, dass die Sporen häufig eine hinter der anderen den Sporangiumhals durchwandern, obgleich er seinem Durchmesser nach für mehrere Platz lässt. Diese Anordnung muss ihnen durch ein zwischen ihnen und der Wand befindliches Hinderniss aufgedrungen werden. Die Streifung der scheitelständigen Membranpartie findet ihre...
Page 10 - Butomi, nur zeichnen sich die ersteren durch bedeutendere Grosse aus und dann insofern, als die sporentragenden Fäden in den beobachteten Fällen nicht apical sondern seitlich an die inhaltsärmere unpaare der Sammelzellen sich ansetzen. An dieser Stelle findet sich hier denn auch der räthselhafte Schöpf. Besonders schön war der Zusammenhang auch älterer Sporen mit den Sammelzellen zu beobachten, da sie sich leicht aus den locker verbundenen grossen Banunculuszetien herauspräpariren Hessen....
Page 14 - Gladochytrium polystomum (Zur Kenntniss der Phycomyceten I. Tafel XXI. Fig. l — 11. Nova acta der Ksl. Leop.-Carol. Acad. XL VII. No. 4), von welchem nichts als ein in der Oberhaut einer Triaenea intracellular lebendes Mycel mit intercalaren Zoosporangien bekannt ist, sind daher nur mit allem Vorbehalt hier anzureihen. Bezüglich der Verwandten der Gattung Cladochytrium bestätigen die hier mitgetheilten Beobachtungen die Ansicht, welche Fisch 1884 (Beitr. zur Kenntniss der C/iytridien p.
Page 9 - Copulation habe ich nicht gesehen. Die mehrfach aufgetretenen Riesenexemplare mit 2 oder mehr Oeltropfen kamen als solche aus dem Sporangium, wie direct beobachtet wurde. Nach der Entlassung der Zoosporen kann von den Haustorien aus im Inneren der leeren Membran ein neues und nach dessen Entleerung ein drittes Sporangium gebildet werden. (Fig. 20.) Vom Zeitpunkt des Ansetzens der Schwärmer bis zur Reifung der ersten Zoosporangien verliefen etwa 24 Stunden.
Page 7 - Zelle des Sammelzellcomplexes treibt einen kurzen Faden, welcher an seiner Spitze anschwillt. Die Anschwellung übertrifft nach wenigen Tagen die Sammelzellen an Grosse. Anfangs schrumpft sie bei Behandlung mit Jod in Jodkalium zusammen, ohne dass eine Membran sichtbar würde; später besitzt sie eine derbe Haut, welche bald doppelte Conturen zeigt und sich schliesslich gelbbraun färbt. Der Inhalt der Anschwellung ist anfangs homogen und zeigt nur wenige glänzend
Page 11 - Menyanthes-Qewebes mit einfachen oder zweitheiligen Sammelzellen so verbunden angetroffen, dass sie auch, wenn man sie hin und her bewegte oder drehte, sich nicht loslösten. Nach de Barys Aufsatz entstehen die Sporen auch direct durch Wachsthum der einfachen, vielleicht auch der körniges Plasma führenden Hälfte der zweitheiligen Sammelzellen. Leider ist es bisher nicht gelungen, die betreffenden Vorgänge direct zu beobachten.
Page 3 - ... der beschriebenen Gebilde untersuchte ich an im Herbst gesammeltem, den Winter über unter Wasser bei ca. 10" C. aufbewahrtem Material. Es gelang zwar schon im October eine ziemliche Anzahl von im selben Jahre gebildeten Dauersporen zum Keimen zu bringen; massenhaft aber und regelmässig keimten dieselben erst im Frühjahre des folgenden Jahres. Während des Winters trocken gehaltene Sporen keimten später nur sehr zögernd oder gar nicht mehr. Vom 24. April 1886 ab wurden beinahe täglich vormittags...
Page 4 - Butomi ist der Vorgang wohl der — Zukal hat dies direct erwiesen — , dass durch jene Poren, deren Auftreten mit der Reife der Schwärmer coincidirt, plötzlich eine grössere Wassermenge in das Sporangium eintritt, durch welche das Volumen der quellbaren Substanz so vergrössert wird, dass die Membran an der Stelle geringster Resistenz reisst und die Sporen ausgepresst werden. Die in Einzahl vorhandene Cilie der Schwärmer bemerkt man erst während des Austretens. Die ersten schleppten sie nach...
Page 12 - Mycelfäden mit Anschwellungen, welche den Sammelzellen des Cladochytrium Butomi ähnlich sehen. Von Formen, von welchen bisher nur die intracellularen Dauersporen bekannt sind, dürften sich, nach der charakteristischen Form der letzteren, hier weiter anreihen lassen: Cladochytrium Heleocharidis (= Physoderma Heleocharidis Fckl.).

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