Belagerung und Eroberung Constantinopels: durch die Türken im Jahre 1453

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J.G. Cotta'scher Verlag, 1858 - Istanbul (Turkey) - 147 pages
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Page 95 - Ueberblick über die im Umkreise der Stadt und hin und wieder im Innern vorgekommenen Ereignisse fassen wir füglich den Schluss dieses grauenhaften Dramas in dem Schicksale der Aja Sofia und in der Beschreibung der dort verübten Gräuel zusammen, weil sich hier die ganze Wildheit des Türken wie...
Page 128 - bildei taiM" (die gute Stadt) und „acherun" (die letzten) die Jahrszahl ; den Tag nannte man den Tag der Ankunft. Gott der Allerhöchste sey gelobt, diese herzgewinnende Stadt, diese grosses Staunen verbreitende Stadt ist durch eine erfreuliche Bevölkerung Tag für Tag immer mehr ein Gegenstand des Neides der Könige un.d ein Weltwunder geworden. Als der siegreiche Eroberer die Aja Sofia in Augenschein nahm, und die Stärke der...
Page 32 - Sandthor (Kum Kapu) ist einer, welcher im Jahre 1430 von dem Despoten von Serbien, Georg Brankowitsch, erbaut wurde. Die Mauern sind noch mannichfaltiger in dieser Hinsicht; am Bucoleon und in der Nähe des Serais gibt es Partien, welche augenscheinlich aus der Zeit 'vor Constantin dem Grossen, vielleicht aus der Zeit des Kaisers Severus stammen und mit der Bauart der Acropolis in Athen eine grosse Aehnlichkeit haben. Andere Theile sind aus den Zeiten Justinians, Theophils, der Comnenen und Paläologen;...
Page 62 - Nacht zu verschieben, weil sie an derselben Theil nehmen wollten, was auch Beifall fand. Am folgenden Tage schickte der Podesta von Galata einen gewissen Faiuzo in das Hauptquartier des Sultans, um ihm den ganzen Plan mitzutheilen. Der * N. Barbaro p. 28. 29. Sultan dankte ihnen für diesen nützlichen Wink, schickte eine Anzahl Scharfschützen und vier Kanonen zur Verstärkung des Geschwaders, und liess alle Anstalten zum Empfang der Venetianer treffen. * Bis zum 28. April verhielten sich beide...
Page 126 - Osman in die Hände und damit hatte die Herrschaft derselben ihre Vollendung erreicht. Der Eroberer begab sich nach der Kirche der Aja Sofia, um dort zum Danke ein Gebet von zwei Gängen zu verrichten. Die in der Kirche und ringsherum wohnenden Priester schlossen sich in der Aja Sofia ein, liessen Bomben und Flintenkugeln auf die islamitischen Truppen regnen, und leisteten Widerstand. Drei Tage und drei Nächte dauerte die Schlacht gegen den Eroberer und gegen die islamitischen Truppen, und am 53....
Page 129 - Von den unter der Aja Sofia (aus Hagia Sophia gemacht) verborgenen Priestern traten 300 zum Islam über; darunter war ein Mönch von 300 Jahren , dem man den Namen Baba Mehemed (Vater Mehemed) gab. Baba Mehemed zeigte dem Eroberer den alten von Salomon erbauten Betort zur Rechten des Mihrab; der Sultan verrichtete an dieser Stelle ein Gebet von zwei Gängen. — Aus den unterirdischen Gewölben dieser Kirche wurden eine ganze Woche...
Page 35 - Diese Kette bestand aus dicken runden Holzblöcken, die mit dicken Eisenstücken und eisernen Ketten verbunden waren. Die beiden Enden wurden am schönen Thor (jetzt Bagtsche Kapussi, dh Garteuthor) innerhalb der Mauern Constantinopels, und auf der andern Seite innerhalb der Mauern Galata's befestigt, so dass die Richtung derselben 'ziemlich genau * N. Barbaro p. 14. 15. durch die im Jahre 1845 über das goldene Horn erbaute Brücke (die äusserste der drei jetzt vorhandenen Brücken) angedeutet...
Page 129 - Götzenpfeil" stammt daher, und Stücke von diesen Götzen waren noch zur Zeit des Sultans Ahmed vorhanden. Kurz, alle Glaubeuskrieger sandten auf dem Ok Meidani einen Pfeilregen auf diese Götzen, und erfreuten damit die Seele ihres Schutzpatrons, Saad bin Ebn Wakkass. Noch jetzt gehen die Bewohner Constantinopels an Feiertagen auf den Ok Meidani nach alter Sitte und schiessen Pfeile ab.
Page 31 - Mauern undThürmen, welche sie auf allen drei Seiten umgeben, und deren Beschreibung aus eigener Anschauung hier erfolgt. An der südöstlichen Spitze des Dreiecks, auf welchem die Stadt liegt, und welche Spitze jetzt das Serai einnimmt, erhob sich damals der Megalodemetrios oder auch die Acropolis; von dieser bis zu dem...
Page 118 - ... einem einzigen Backofen buck er Brod für viele tausend Menschen, und im ganzen Heerlager ass man feines Brod, aber Niemand konnte sein Geheimniss ergründen. Als die Schiffe vom Ok Meidani herunter kamen, bestieg er keines derselben, sondern er und 300 Derwische vom Orden des Zeineddin Chafi breiteten ihre Felle auf dem Meere aus, und mit dem Rufe „Gott ist Einer" setzten sie sich auf die Felle und fuhren hinüber.

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