Berliner Kindheit um Neunzehnhundert

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HOFFMANN UND CAMPE VERLAG GmbH, Feb 19, 2013 - Fiction - 128 pages
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"O braungebackne Siegessäule mit Winterzucker aus den Kindertagen ..." In funkelnden Mosaiken entwirft Walter Benjamin ein Bild seiner Kindheit, einer Zeit, als die Pracht in Berlin noch nichts von den Schrecken ahnen lässt, die den bedeutenden jüdischen Schriftsteller und Philosophen 1933 nach Paris fliehen lassen. Mit einem Nachwort von Karl-Heinz Ott. "Sich in einer Stadt nicht zurechtfinden heißt nicht viel. In einer Stadt sich aber zu verirren, wie man in einem Walde sich verirrt, braucht Schulung." Wenn Benjamin die Kindheit beschwört, spricht er nicht nur über eine vergangene Zeit, sondern über ein Ideal, das ihm für sein eigenes Denken und Schreiben und für die Gegenwartsliteratur ganz allgemein vorschwebt. Anstatt dem Gewesenen hinterherzuweinen und die Vergangenheit schönzumalen, sucht er die Abenteuer nicht mehr draußen in Hain und Flur, sondern in jenen labyrinthischen Landschaften, die in der Metropole Berlin das Geflecht der Straßen, Gassen, Winkel und Plätze bilden.

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User Review  - hbergander - LibraryThing

About the thinking and feeling of a boy, who, in spite of being grown up in a steady, materially safeguarded parental home, feels himself lonely at an early stage. Due to this fact, Benjamin conceives his own position throughout live as extremely labile. Read full review

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User Review  - delphica - LibraryThing

I'm certain I haven't read any Walter Benjamin since college, although I always recall "The Work of Art in the Age of Mechanical Reproduction" quite fondly. This is a series of very short descriptions ... Read full review

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About the author (2013)

Walter Benjamin, geboren 1892 in Berlin, studierte in Freiburg Philosophie, Germanistik und Kunstgeschichte. Nach Beginn des ersten Weltkrieges setzte er sein Studium in München und dann in Bern fort. 1933 emigrierte er nach Paris. Nach der Besetzung Frankreichs und kurzzeitiger Internierung entschloss er sich, in die USA zu fliehen. An der spanischen Grenze wartete er aber vergeblich auf ein Visum. Da seine Auslieferung an die Geheime Staatspolizei drohte, nahm sich Walter Benjamin im September 1940 mit einer Überdosis Morphium das Leben. Neben der Berliner Kindheit zählen Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit und das Passagen-Werk zu seinen wichtigsten Veröffentlichungen.

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