Bernd Alois Zimmermanns Requiem für einen jungen Dichter

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Franz Steiner Verlag, 1995 - Music - 440 pages
Bernd Alois Zimmermann (1918-1970), fraglos einer der wichtigsten Komponisten dieses Jahrhunderts, formulierte mit dem 1969 fertiggestellten Requiem fuer einen jungen Dichter seine pers nliche Lebensbilanz. Die von einer nicht-linearen Zeitvorstellung ausgehende, kuehne Buendelung vokaler und instrumentaler sowie elektronischer Klangmittel dient der Idee, ein vielf ltig differenziertes geistig-politisches Panorama eines halben Jahrhunderts zu entwerfen. Das Werk, im Untertitel "Lingual" genannt, ist ein vielschichtiges Werk mit und ueber Sprache. Hiekels Dissertation ist schlichtweg die beste Ver ffentlichung, will man sich umfassend und auf den Grund gehend mit Einfluessen, gedanklichen Grundlagen, Einordnung in den zeitgen ssischen Zusammenhang des Zimmermanschen Kompnoierens informieren." sterreichische Musikzeitschrift " ein Gewinn fuer die Zimmermann-Forschung ueberhaupt - nicht nur weil der Blick ueber den musikologischen Tellerrand hinausgeht - und auch fuer das Wissen um die Musikentwicklung der sechziger Jahre insgesamt." Positionen " ein au erordentlich wichtiges Buch." Musiktheorie "Nun hat sich J rn Peter Hiekel mit bewundernswertem Mut an die Entschluesselung des enigmatischen Bekenntniswerks gemacht. Und mir scheint, da seine Untersuchung der Vielschichtigkeit dieses "Linguals", das Ideen und kuenstlerische Tendenzen eines halben Jahrhunderts spiegelt - jener wenig mehr als fuenf Jahrzente, die Zimmermanns Leben w hrte - in imponierender Weise gerecht wird. Sie gelang, weil der Autor die Muehe auf sich nahm, wirklich alle Aspekte, Intentionen, Gedanken zu erkunden, die, offenkundig oder im Verborgenen, im Requiem wirksam werden." Musica Inhalt: Das "Lingual"-Konzept - Sprechaktionen der Antiphonen - Poetik des Montageverfahrens - Vergleich mit anderen Sprachkompositionen - Dichter als Leitfiguren - Funktionen des Grotesken - das "Portr t" eines "jungen Dichters" - Quellenpr sentation - Entstehungsgeschichte - Zeit- und Tonh henstruktur - "Zeitdehnung" und "Zeitaufhebung" - Isorhythmie als Grundprinzip - die Idee struktureller Geschlossenheit - Zimmermanns Erweiterung der "Idee des Seriellen" - Bezuege zur Gattungstradition - die politische Dimension .

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