Bernhard Sehring - Das Warenhaus Tietz an der Leipziger Strasse (1899/1900): Zwischen Mut und Maßlosigkeit, Bewunderung und Ablehnung

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GRIN Verlag, 2010 - 72 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Kunst - Architektur, Baugeschichte, Denkmalpflege, Note: 2,0, Freie Universitat Berlin (Kunsthistorisches Institut), Veranstaltung: Architektur und Raumkunst in Berlin in der Zeit um 1900, Sprache: Deutsch, Abstract: Warenhauser sind heutzutage vertraute Bestandteile einer stadtischen Infrastruktur und gehoren in grosseren Stadten zu einem Stuck Alltagskultur, selbst wenn es derzeit schlecht um die Zukunft der Kauftempel stehen mag. Auf mehreren Stockwerken wird dem Kunden ein umfangreiches Warenangebot auf grossen Verkaufsflachen prasentiert. Zu den bekanntesten Warenhausern in Deutschland zahlen heute unter anderem das Kaufhaus des Westens (KaDeWe), jahrzehntelang das Symbol von materiellem Wohlstand in der westlichen Welt, sowie diverse Karstadt- und Galeria Kaufhof-Filialen. Die baugeschichtlichen und wirtschaftlichen Wurzeln des Warenhauses lassen sich jedoch schon in den orientalischen Bazaren und den Kaufhallen des Mittelalters finden. Den Grundstein fur die Institution Warenhaus legten in der ersten Halfte des 19. Jahrhunderts grosse Bazaranlagen in London und Paris, in denen zahlreiche Verkaufsstande um einen zentralen Lichthof herum angeordnet waren. 1872 eroffnete in Paris das erste beruhmte, mehrstockige Grosswarenhaus. Dieses wurde zum einen Massstab fur die weiterhin in Paris entstandenen Warenhauser und auch zum anderen Vorbild fur die zukunftigen Warenhauser in Deutschland, insbesondere in Berlin. Es war das Au Bon Marche" in der Rue de Sevres (Abb. 1), welches nach Planen der Architekten Laplanche und Sedille und dem Konstrukteur Gustav Eiffel errichtet wurde. Eine vertikal gegliederte Fassade mit weit geoffneten Glasflachen und Sprossenwerk, glasgedeckte Lichthofe, aufwendig ausgestattete Raume mit Verspiegelungen, Tafelungen und durch Gaslicht erhellte Wande machten dieses Gebaude zu einem wahren Palast des Handels.1 [...] 1 Sturzebecher, Peter: Das Berl"

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