"Bert Brechts Kriegsfibel" oder "Wie und warum 69 Bilder das Sprechen lernten"

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GRIN Verlag, 2010 - 28 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2000 im Fachbereich Medien / Kommunikation - Sonstiges, Note: 1,3, Universitat Potsdam (Institut fur Kunst und Medien), Veranstaltung: Fotografie und Literatur, 31 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Kriegsfibel ist Bertolt Brechts letztes lyrisches Werk und Kultbuch der fruhen Friedensbewegung. Dennoch blieb die wissenschaftliche Rezeption bis heute erstaunlich zuruckhaltend. So tituliert beispielsweise der Politologe und Germanist Theo Stammen die Fibel als Stiefkind der Forschung."1 Aufgrund der bewussten Verbindung von kunstlerischem Gehalt und politischer Wirkungsabsicht wurde das 1955 erstmals publizierte Werk oft als propagandistische Zweckliteratur verkannt. Mit meinen Ausfuhrungen mochte ich den Versuch unternehmen zu zeigen, dass Brecht mit seinen Text-Bild- Kompositionen nicht nur ein herausragendes kompromissloses Werk gegen den Krieg sowie seine vielfach politisch und okonomisch bedingten Ursachen gelungen ist, sondern auch ein asthetisches Meisterwerk, welches es gekonnt versteht, die Kunst zu lehren, Bilder zu lesen. Ganz so, wie es Brechts langjahrige danische Mitstreiterin Ruth Berlau im Jahr Zehn der Befreiung vom Hitler-Faschismus in ihrem Vorwort zur 1. im Ostberliner Eulenspiegel-Verlag erschienenen Auflage erhoffte.2 Fur diesen Zweck halte ich es fur unabdingbar, sowohl die langjahrige Entstehungsgeschichte der Kriegsfibel - die eigentlich Antikriegsfibel heissen musste - als auch ihre endgutige kunstlerische Gestaltung, in enger Verknupfung mit dem gesellschafts-politischen Kontext jener Zeit zu betrachten. So erkennt der Literaturwissenschaftler und renommierte Publizist Welf Kienast den eigentlichen Gehalt der erst 10 Jahre nach ihrer 1. Fassung veroffentlichten Kriegsfibel als implizierte zehn Jahre deutscher Geschichte samt Kapitulation, Staatengrundung und 17. Juni."3 Im weiteren Verlauf meiner Ausfuhrungen mochte ich zeigen, wie sehr der erst 1955 abgeschlossene Entstehungsprozess"
 

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