Bertolt Brechts "Dreigroschenroman" ein Kriminalroman?

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GRIN Verlag, 2008 - 28 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 2,0, Universitat Karlsruhe (TH) (Institut fur Literaturwissenschaft / NDL), Veranstaltung: Brechts Romane, 9 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Groschenromane - wer kennt sie nicht. Trivialliteratur, die billig und in Massen produziert, dann schlielich an jedem Kiosk vertrieben wird. Doch kann man so Brechts "Dreigroschenroman" definieren? In seinem Roman zeigt Brecht die verbrecherischen Zustande, die bei Geschaftsleuten entstehen. Es geht um Konkurrenz, um den Aufstieg von zwei Gaunern, die uber Leichen gehen und als Symbol fur die kriminellen Tatigkeiten der Kapitalisten stehen. Der Roman, entstanden aus dem Stoff der Dreigroschenoper, ist jedoch mit dieser nicht mehr zu vergleichen. Die Bettler stehen hier nicht mehr im Vordergrund sondern Macheath, Peachum und Coax, die auf kriminelle Weise versuchen sich einen Vorteil in der Geschaftswelt zu verschaffen, auch wenn sie andere in den finanziellen Ruin treiben. Eine Kritik am politischen System kann also keine Trivialliteratur sein. Die Forschung hat den "Dreigroschenroman" immer wieder als einen Kriminalroman betrachtet. Walter Benjamin beschreibt den Roman als einen 'Grenzfall des Kriminalromans', Muller spricht bei der Betrachtung des "Dreigroschenromans" von einem 'umgekehrten Kriminalroman' und Fischetti betonte dass man diesen nur vom 'Gehalt her zum Kriminalroman rechnen kann, wahrend er der Form nach eher keine Detektivgeschichte sei'. Doch betrachtet man nur oberflachlich den Inhalt dieses Romans, so fallt das Augenmerk zunachst auf die, schon oben genannten, kriminellen Machenschaften von Macheath, Peachum und Coax sowie vor allem auf den Mord an Coax, und auf den Selbstmord Mary Swayers, fur den die Protagonisten Macheath und Peachum verantwortlich gemacht werden mussen, und nicht zuletzt auf das Todesurteil von Fewkoombey. Mit der nachfolgenden Arbeit mochte ich aufzeigen ob
 

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