Beschreibung des chinesischen Reichs und Volkes nebst Übersicht der Geschichte Chinas: mit Rücksicht auf die Ausbreitung des Christenthums in diesen Länder-Gebiet, für Leser aus allen Ständen

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Chr. Belser, 1836 - China - 333 pages
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Page 97 - O sag nicht, er sey fern und hoch, Er ist so nah, so nah uns doch, Er hält von allen Seiten uns umfangen, Und nirgends ist ihm unser Thun entgangen.
Page 179 - Könnt' ich oder nicht, die Kräfte fetzt' ich dran, Half doch wenigstens mit Trost und Gruße. Wohl vermissen wird mich deine Nachbarschaft, Wenn du auch nicht missest mich im Hause. Und ich fehle dir vielleicht in Noth und Haft, Wenn ich dir nicht fehle bei dem Schmause. Süße Rache ein« Verstoßenen. für dm Winter Süßigkeiten, Früchte, hlltt' ich eingemacht; Andre wollt' ich mehr bereiten, Aber du mit Unbedacht Hast mich aus dem Haus gestoßen, Eh
Page 110 - Sorgen, Vom Himmel nieder blickt er klar. Er blick' an jedem Morgen In's Herz mir immerdar! O daß des Ahnherrn Gunst mir bliebe! Daß mir sein Beispiel leuchte vor, Daß seine Weisheit, seine Liebe Nicht unter mir sein Land verlor; . O daß durch mich es triebe Zu hoherm Flor empor!
Page 178 - Müssig mehrt ich niemals die vergnügte Schaar, Ferne blieb' ich keinem Trauerfalle. Ueber breite Wasser fuhr ich mit dem Kahn, Ueber schmale schritt ich mit dem Fuße; Kennt ich oder n.icht, die Kräfte setzt ich dran.
Page 181 - Und fließt der Wein beim Schmaus; Wenn dir dabei kein Bruder fehlet, Und keiner einen Groll verhehlet, Dann ist dein Fest beseelet. Wenn zwischen deinem Weib und Kindern Und dir ist Einigkeit; O möge nie den Einklang hindern Des Bruders Widerstreit! Doch wenn mit Eintracht auch dazwischen Sich deiner Brüder Stimmen mischen, Das wird die Lust erfrischen. So mögest du des Hauses walten, Erfreuend Weib und Kind; In Freuden wirst du langsam altern, Und nicht an Gram geschwind. Du findest wohl, wenn...
Page 176 - Muß, wiewol er kund mir giebt, Daß er selber mich nicht liebt. Soll ich's meinen Brüdern klagen, Wie der Gatte mich verletzt? Meine Brüder werden sagen: Deines Gatten bist du jetzt. Ach, den Brüdern ist entrissen Und die Eltern muß vermissen Eine arme, die den Mann, Nicht den Freund in ihm, gewann. Mein Gemüth ist nicht ein Spiegel Offen lachend in den Tag, Noch ein Stein, den man vom Hügel Wälzen kann wohin man mag, Noch ein Teppich, nach Behagen Auf und wieder zu zu schlagen ; Nach der...
Page 178 - Werden ihre beider Wasser trübe; Aber eure Eintracht ungetrübet sei, Ob mein Jammer auch das Grab mir grübe. Die du jetzo, wie du einst mich liebtest, liebst, Mögest du nicht einst wie mich sie hassen! Und um deretwillen du mich von dir triebst, Müsse sie nicht auch dich so verlassen! Siehe, nun geworden bin ich dir zu Gift, Da ich einst gewesen deine Labe. Da du mich geweidet einst auf deiner Trift, Treibest du mich weg itzt mit dem Stabe. Dürfte meine Liebe feil sich bieten da...
Page 176 - Also fühl' ich mich getrieben Von dem Manne, den ich lieben Muß, wiewol er kund mir giebt, Daß er selber mich nicht liebt. Soll ich's meinen Brüdern klagen, Wie der Gatte mich verletzt? Meine Brüder werden sagen: Deines Gatten bist du jetzt. Ach, den Brüdern ist entrissen Und die Eltern muß vermissen Eine arme, die den Mann, Nicht den Freund in ihm, gewann.
Page 180 - Schon ihre eignen Pfade rennen. Und leicht von Dir sich trennen. Es können wohl die Brüder hadern In ihres Hauses Wand ; Nach aussen halten sie wie Quadern Doch gegen Fremde Stand. Wo man nach Dir den Streich will führen. Wird ihn an sich Dein Bruder spüren. Eh sich die Freunde rühren.
Page 177 - Leb' ich, nur zu Dank ihm nicht. Um das Loos der armen Frauen Klag' ich, nicht um meines blos. Auf ein lieblos Herz zu bauen Herzenslieb', o hartes Loos! Die verschmähte, die gekränkte, Schweigend in sich selbst gesenkte, Fühlt erwachend ihren Schmerz, Und im Schlaf ihr wundes Herz. Leuchtend wechseln Mond und Sonne Golden silbernes Geschmeid, Doch mein Gram mit keiner Wonne Wechselnd, wechselt nur mit Leid. Seh...

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