Bietet die Rational-Choice-Theorie im Bezug auf das Wahlparadoxon überzeugende Lösungsansätze?

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GRIN Verlag, 2009 - 40 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Politik - Methoden, Forschung, Note: 1,0, Universitat Stuttgart, Veranstaltung: Proseminar: Rational Choice-Ansatze in der Politikwissenschaft, 10 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Rational Choice hat sich in den letzten Jahrzehnten immer mehr zu einem wichtigen Forschungsprogramm entwickelt. Die Ubernahme von Annahmen aus der Okonomie macht es auch den Sozialwissenschaften moglich, mit einfachen und sparsamen Modellen und unter Einbeziehung individueller Handlungen Makro- Phanomene zu erklaren. Die Verknupfung von Rational-Choice-Grundannahmen mit der traditionellen Politik-wissenschaft fuhrte zur neuen Forschungsrichtung der Okonomischen Theorie der Politik, auch Public Choice genannt. Mit diesem Programm wird es moglich, politische Prozesse mit Hilfe wirtschaftswissenschaftlicher Erkenntnisse und Methoden zu verstehen, zu erklaren und zu prognostizieren (vgl. Braun 1999: 53). Anthony Downs hat mit seinem bereits 1957 erschienenen Werk An Economic Theory Of Democracy" einen Grundstein fur die Schule der okonomischen Theorie der Politik gelegt. In dem Buch analysiert Downs die in einer Demokratie wesentlichen Akteure und erklart ihr Verhalten und somit die Existenz der Demokratie auf der Grundlage des aus der Okonomie bekannten Homo Oeconomicus. Durch den methodologischen Individualismus wird es moglich, Makro-Phanomene in der Politik durch das Handeln rationaler, nutzenmaximierender Akteure zu erklaren. Bei der Erklarung der Wahlbeteiligung stosst Downs allerdings auf ein Problem. Da es sich bei der Wahl einer Regierung um ein Kollektivgut handelt, ist es fur rationale Akteure im okonomischen Sinne nicht rational, sich an der Bereitstellung des Gutes, also an der Wahl, zu beteiligen. Die empirische Wirklichkeit zeigt aber mit relativ hohen Wahlbeteiligungsquoten ein ganz anderes Bild auf. Dieser Widerspruch ist in der Literatur als Downs'sches Wahlparadoxon bekannt. [...]"

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