BilderRecht: Die Macht der Bilder und die Ohnmacht des Rechts Wie die Dominanz der Bilder im Alltag das Recht verändert

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Springer-Verlag, Dec 3, 2009 - Language Arts & Disciplines - 246 pages
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Wir leben im Zeitalter der Bilder. Bilder sind in der modernen Welt allgegenwärtig. Dazu muss man nicht fernsehen, Zeitung lesen oder im Internet surfen. Kaum ein Bereich der Gesellschaft kommt ohne Visualisierungen und visuelle Kommuni- tionen aus. Das Bild ist dabei, die Schrift als kulturelles Leitmedium abzulösen. Welche Auswirkungen hat das? Die Flut der Bilder ändert alles – die Wahrnehmung, das Denken und das Kom- nizieren. Denn Bilder werden schon neurobiologisch ganz anders wahrgenommen und verarbeitet als Worte und Texte. Bilder wirken – um nur einige Eigenschaften zu nennen – viel schneller als Worte, sie sind viel emotionaler und konkreter. Wer es gewohnt ist, mit Texten und Worten zu kommunizieren, muss umdenken. Denn die visuelle Kommunikation funktioniert nach anderen Regeln als die Kommunikation durch – gesprochene oder geschriebene – Worte. Wie alle kulturellen Umbrüche löst auch die Bilderflut Emotionen aus. Visuelle Kommunikation wird euphorisch begrüßt als Fortschritt – und sie wird verteufelt und gefürchtet als Rückschritt in die Zeiten eines primitiven und emotionalisierten Denkens. Wer hat Recht – die Op- misten oder die Pessimisten? Das ist – natürlich – schwer zu sagen. Fest steht aber, dass die Visualisierung der Gesellschaft – wie alles im Leben – Chancen bietet, aber auch Risiken birgt. Wer heute ein Sachbuch lesen will, das garantiert keine Bilder, Grafiken oder visuelle Übersichten enthält, muss zu einem juristischen Lehrbuch oder Kommentar greifen.
 

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Contents

Kultur Technik und Recht
1
12 Technologischer Imperativ oder Gestaltungsmacht des Rechts?
8
Literatur
16
KulturTechnik und Recht Die Schrift als Beispiel
20
22 Vom Sprechen zum Schreiben
22
23 Gutenberg und die Folgen
30
24 Recht sprechen oder Gesetze schreiben Vom gesprochenen zum geschriebenen Recht
34
Literatur
48
47 Angst vor Nähe? Emotionen in der Rechtskommunikation
149
48 Unordentliches Denken? Sukzessivität und Assoziativität
150
Literatur
151
Komposition und Inszenierung des Rechts
163
52 Inszenierung und Komposition die klassischen Mittel visueller Kommunikation
165
53 Die Bildwissenschaften als Lehrmeister die Komposition von RechtsBildern
169
54 Angewandte Theaterwissenschaften die Inszenierung juristischer Prozesse
171
Gefährliche Inszenierungen
188

Die Macht der Bilder
54
32 Das Ende der Schrift?
57
33 Was ist ein Bild und wozu dient es?
58
Wie werden Bilder rezipiert?
62
35 Bilder als Kommunikationswerkzeuge
64
36 Ein Bild oder tausend Worte? Zur Überlegenheit von Bildern
78
37 Alle Bilder lügen?
83
Kongruenz und Konkurrenz
89
39 Die Anarchie der Bilder
94
Literatur
97
Recht und Bilder eine schwierige Beziehung
109
42 Symbole Auf der Suche nach den Bildern im Recht
116
43 Immer öfter Bilder im modernen Recht
124
44 Der fremde Blick Bilder vom Recht
127
45 Überzeugungskraft Chancen visueller Rechtskommunikation
138
46 Abschied von der Abstraktion?
144
Literatur
190
Bilder verstehen Die Auslegung visueller Rechtskommunikation
198
62 Lernen von der Kunstgeschichte Was können uns Bilder sagen?
199
63 Lernen von der Theatertheorie die Auslegung bewegter Rechtsbilder
202
64 Kein Zufall sondern Notwendigkeit Grenzüberschreitung bei der Auslegung
206
BilderRecht Recht als Drama?
208
72 Politik als Drama ein abschreckendes? Beispiel
216
73 Recht als Entertainment? Die Unterhaltungslogik und das Recht
223
Literatur
228
Worte und Bilder im Recht Auf der Suche nach dem verlorenen Gleichgewicht
233
82 Bilder im Recht Chancen und Risiken
234
83 Worte und Bilder sinnvolle Ergänzung und wechselseitige Stärkung
235
84 Bilder oder nicht? Das Recht im Dilemma
236
Literatur
237
Copyright

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About the author (2009)

Volker Boehme-Neßler, Jahrgang 1962, lebt in Berlin. Er ist habilitierter Jurist und promovierter Politikwissenschaftler. Nach seinem Studium war er mehrere Jahre als Rechtsanwalt tätig. Seit 1998 ist er Professor für Öffentliches Recht und Europarecht an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin. Sein Interesse gilt den Schnittstellen – zwischen Recht und Gesellschaft, zwischen Wissenschaft und Praxis, zwischen Natur und Kultur und zwischen Mensch und Technik.

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