Brehms Tierleben: allgemeine Kunde des Tierreichs, Volume 12

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Page 185 - Füchse mit Messern erstachen, weil sie uns das Fleisch aus den Händen reißen wollten. Vergruben wir etwas noch so gut und beschwerten es mit Steinen, so fanden sie es nicht allein, sondern schoben wie Menschen mit den Schultern die Steine weg und halfen, unter denselben liegend, einer dem anderen aus allen Kräften.
Page 59 - Dumpfgrollend liegt der Räuber auf feiner Beute; die lebhaften Augen funkeln hell vor Siegeslust und Raubbegier; mit dem Schwänze peitscht er die Luft. Er läßt das verendende Tier auf Augenblicke los und faßt es mit seinem zermalmenden Gebisse von neuem, bis es sich endlich nicht mehr regt. Dann tritt er seinen Rückzug an. Er muß zurück über das Gehege und will auch sein Opfer nicht lassen. Seine ganze ungeheure Kraft ist erforderlich, um mit der Beute im Rachen den Rücksprung auszuführen.
Page 325 - Kreise bildet. Gegen Kälte zeigt es sich sehr empfindlich. Wenn es nur etwas kalt im Zimmer ist, liegt es beständig in dem Neste, welches es sich aus Moos und Federn und mit zwei Ausgängen selbst eingerichtet hat, und wenn man es hinausjagt, zittert es sichtlich. Ist es dagegen warm, so sitzt es gern hoch oben auf dem Tannenbüschel, welcher im Bauer steht.
Page 180 - ... kam. Emsig und ohne Arg nahm er die entferntesten Vorwurfsbrocken an, setzte, so oft er einen verzehrte, sich gemächlich nieder und wedelte mit der Standarte. Je näher er dem Orte kam, wo das Eisen lag, desto behutsamer wurde er, desto länger besann er sich, ehe er etwas nahm, desto öfter kreiste er den Platz. Gewiß zehn Minuten blieb er unbeweglich vor dem Abzugsbissen sitzen, sah ihn mit unbeschreiblicher Lüsternheit an, wagte es aber dennoch nicht, zuzugreifen, bis er wieder drei» oder...
Page 185 - Seeotter oder Seebären so schön unter der Erde hatten, daß man keine Spur davon erkennen konnte. Zur Nachtzeit, wenn wir auf dem Felde schliefen, zogen sie uns die Schlafmützen und Handschuhe von und unter den Köpfen und die Biberdecken und Häute unter dem Leibe weg.
Page 186 - Seebären herumpatrouillieren und die schlafenden beriechen, ob nichts Totes darunter sei; fanden sie ein solches, so ging es gleich an ein Zerfleischen, und man sah sie alle mit Schleppen bemüht. Weil auch besonders die Seelöwen des Nachts im Schlaf öfters ihre Jungen erdrücken, so untersuchten sie, dieses Umstandes gleichsam bewußt, alle Morgen ihre Herden Stück für Stück und schleppten die toten Jungen wie Schinder davon. Weil sie uns nun weder Tag noch Nacht ruhen ließen, so wurden wir...
Page 208 - Sobald der eine seine Stimme erhebt, fallen die anderen regelmäßig ein, und so kann es kommen, daß man von einzeln liegenden Gehöften aus zuweilen die wunderlichste Musik vernehmen kann, weil die Töne aus allen Gegenden der Windrose heranschallen.
Page 252 - Herrn, sondern suchen denselben allezeit um den Hals zu bringen; mit Betrug muß man sie an die Schlitten spannen. Kommen sie an einen schlimmen Ort, an einen steilen Berg oder Fluß, so ziehen sie aus allen Kräften, und ist der Herr genötigt, um...
Page 144 - Sein Ehr- und Schamgefühl war ebenfalls nicht unbedeutend entwickelt. Aus den Fenstern des Gutsgebäudes beobachtete ich eine eigenthümliche, das Gefugte darthuende Scene.
Page 186 - ... hätten spiegeln und entlaufen sollen. Wir gruben ein Loch oder Grab und warfen Fleisch oder ihre toten Kameraden hinein; ehe man sich's versah, war die ganze Grube voll, da wir denn mit Knütteln alles erschlugen. Obgleich wir ihre schönen Felle, deren es hier wohl über ein Dritteil der bläulichen Art gibt, nicht achteten, auch nicht einmal abzogen, lagen wir doch beständig gegen sie als unsere geschworenen Feinde zu Felde.

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