Brennpunkt Gemeinsame Agrarpolitik: Die GAP der EU im Spannungsfeld zwischen ”konomischer Ineffizienz und Interessen der Agrarlobby?

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Bachelor + Master Publication, 2013 - Political Science - 44 pages
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Mit der Unterzeichnung des so genannten Vertrags von Rom am 25. M„rz 1957 wurde die Europ„ische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) gegr ndet. Da die Landwirtschaft in Europa im Anschluss an den zweiten Weltkrieg zerr ttet und Europa somit auf umfangreiche Lebensmittelimporte angewiesen war, kam dem Bereich der Agrarpolitik in selbiger eine schwerwiegende Bedeutung zu. Im Zentrum des Interesses standen dabei, neben Produktivit„tssteigerungen, die Stabilisierung der Agrarm„rkte sowie die Sicherstellung einer angemessenen Lebenshaltung der Landwirte. Die zu diesem Zweck ber die Jahre hinweg eingef hrten Maánahmen der EWG, wie Schutzz”lle, Exportsubventionen, Mindestpreise und Preisausgleichszahlungen, erzielten zwar die gew nschte Wirkung, machten jedoch die Aufwendung enormer finanzieller Mittel zu ihrer Umsetzung notwendig und f hrten ferner zu einem Selbstversorgungsgrad von mehr als 100%, in dessen Folge eingelagerte šbersch sse, unter den Begriffen "Milchseen", Butterberge" und "Fleischhalden", ”ffentliche Bekanntheit erlangten. Trotz vielfacher Versuche erzielte šbersch sse zu bek„mpfen und die Kosten f r den Agrarsektor zu senken, l„sst sich bis heute festhalten, dass lediglich 4,3% der Landwirte in der EU als Profiteure aus den staatlichen Markteingriffen der EU hervorgehen, wohingegen die B rger als Konsumenten, 1. durch gestiegene Preise sowie 2. durch h”here Kosten f r die Staatsausgaben, in doppelter Hinsicht beschnitten werden. Insgesamt verursacht die GAP daher immense volkswirtschaftliche Wohlfahrtsverluste, die eine Aufrechterhaltung selbiger in dieser Weise v”llig unverst„ndlich erscheinen lassen. Als m”glicher Erkl„rungsansatz daf r, dass die Agrarpolitik mit einem Anteil von 44% am Gesamthaushalt (ca. 53 Milliarden Euro) unver„ndert den finanzst„rksten Politikbereich in der EU darstellt, wird in dieser Untersuchung das Lobbying in der Agrarpolitik untersucht. So wird die These aufgestellt, dass verschiedenste Interessengruppen, durch direkte und indirekte Einflussnahme auf den politischen Entscheidungsprozess ? hier insbesondere in der Generaldirektion Landwirtschaft der Europ„ischen Kommission ? versuchen ihre sozio- ”konomischen Interessen durchzusetzen und so einschneidende Reformen im Bereich der GAP verhindern.
 

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Contents

Einleitung
1
Herleitung der Fragestellung
10
Der Entscheidungsfindungsprozess in der Europäischen Agrarpolitik
21
Resümee
34
Copyright

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