Die Celan-Goll-Affäre: Texte, Entwürfe und Notizen zu den Plagiatvorwürfen

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GRIN Verlag, 2008 - 32 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2001 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Gottfried Wilhelm Leibniz Universitat Hannover (Seminar fur deutsche Literatur und Sprache), Veranstaltung: Die Celan-Goll Affare, Sprache: Deutsch, Anmerkungen: Ausgerechnet der judische Schriftsteller Paul Celan, der sich in seinem Werk neben Ubersetzungstatigkeiten hauptsachlich mit den Greueltaten im Dritten Reich beschaftigte, wurde von der Literaturszene im Nachkriegsdeutschland in eine Affare um geistigen Diebstahl verwickelt. Initiiert durch die Witwe des franzosischen Dichters Ivan Goll wurden zwischen 1953 und Celans Tod im Jahr 1970 immer wieder Verdachtigungen geaussert, Celan habe seine Dichtungen stark an das Werk Golls angelehnt., Abstract: Ausgerechnet der judische Schriftsteller Paul Celan (1920-1970), der sich in seinem Werk neben Ubersetzungstatigkeiten hauptsachlich mit den Greueltaten im Dritten Reich beschaftigte, wurde von der Literaturszene im Nachkriegsdeutschland in eine Affare um geistigen Diebstahl verwickelt. Initiiert durch die Witwe des franzosischen Dichters Ivan Goll (1891-1950) wurden zwischen 1953 und Celans Tod im Jahr 1970 immer wieder Verdachtigungen geaussert, Celan habe einige seiner Dichtungen stark an Werke Ivan Golls angelehnt. Zudem entbrannte auch ein Streit daruber, ob Celan die Rechte auf Ubersetzungen der Gollschen Literatur ins Deutsche besasse oder ob dies der Witwe selbst vorbehalten war. Genahrt wurden solche Anschuldigungen insbesondere durch den Umstand, dass Paul Celan von Ende 1948 bis zum Tod Golls 1950 dessen engster Freund gewesen war und angeblich eine Adoption durch das Ehepaar Goll in Erwagung gezogen wurde. Obwohl nie wirklich stichhaltige Beweise, die fur Plagiarismus sprachen, aufgebracht wurden hielt sich ein leiser Verdacht gegen Paul Celan. Nachdem schliesslich auch sein bekanntestes Werk, das Gedicht Todesfuge," das sich mit dem Holocaust befasst, in Verdacht geriet, von einem Schulfreund abgeschrieben geworden"
 

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