Canossa: Entlarvung einer Legende. Eine Streitschrift

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Akademie Verlag, Apr 18, 2012 - History - 181 pages
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Canossa war keine Wende. Canossa f hrte zu keiner Entzauberung der Welt. Dieses Canossa war ein Mythos, eine Legende. Tats chlich schlossen Papst Gregor VII. und K nig Heinrich IV. in Canossa einen Friedensvertrag. Erinnerungsunkritische Kritik wollte diesen Pakt in Zweifel ziehen, als ,,neue Legende" voreilig dem Vergessen berantworten. Die vorliegende Streitschrift setzt sich mit dieser Kritik auseinander und zeigt, wie auch die gegenw rtige Geschichtsforschung der Modulationsmacht des Ged chtnisses ausgeliefert ist und damit zu Fehlurteilen f hrt. Sie verweist auf wesentliche Inhalte und Ziele des Vertrags von Canossa, den wechselseitigen Schutz der Ehre von Papst und K nig, die angestrebte Konsenserneuerung im Reich der Deutschen, zeigt aber auch sein Scheitern durch die Uneinigkeit der F hrungseliten dort und in der Lombardei. Nicht Heinrichs Rekonziliation in Canossa, nicht die Kirchenreform, kein nach Weltherrschaft greifender Papst brachten die Wende, den Auftakt zu einem durch ann hernd dreihundert Jahre immer wieder erneuerten, konflikttr chtigen Gegenk nigtum im r misch-deutschen Imperium, sondern interne Konflikte, der Hader unter den Deutschen.

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