Cardillac - Künstler und Verbrecher: Künstlertum als Befreiung vom Verdacht der Täterschaft sowie als Motiv für die Verbrechen

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GRIN Verlag, 2007 - 28 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,3, Freie Universitat Berlin (Deutsche und Niederlandische Philologie), Veranstaltung: HS: Kriminalerzahlungen des 19. Jahrhunderts, Sprache: Deutsch, Abstract: In dieser Arbeit soll der Goldschmied Rene Cardillac aus Ernst Theodor Amadeus Hoffmanns Das Fraulein von Scuderi' nach einer Skizzierung des historischen Hintergrundes der Novelle zunachst als Kunstler und Verbrecher betrachtet werden. Anschliessend soll dargestellt werden, inwiefern das Kunstlertum Cardillacs ihn vom Verdacht der Taterschaft befreit und wiederum gleichzeitig das Motiv fur sein verbrecherisches Verhalten darstellt. Vorweg einige Bemerkungen zur Entstehungszeit und den historischen Quellen, die Hoffmann fur seine Novelle zu Rate zog. Die Erzahlung Das Fraulein von Scuderi', die Hoffmann offentliche Anerkennung einbrachte, entstand zwischen Marz und Oktober 1818 und erschien in dem bekannten Novellenzyklus Die Serapions-Bruder'. Diese Sammlung bot spannende Unterhaltung und war durch eine Vielfalt an Themen und Formen sowie einen leichten Plauderton gekennzeichnet. Das Fraulein von Scuderi' spielt um 1680 und fallt somit in das Zeitalter Ludwig XIV., was bereits am Untertitel der Novelle, Erzahlung aus dem Zeitalter Ludwig des Vierzehnten', zu erkennen ist. Zum Paris des 17. Jahrhunderts sowie zum damaligen preussischen Justizwesen hat Hoffmann nachweislich intensives Quellenstudium betrieben. Als historische Quellen lagen ihm unter anderem die Briefe aus der Hauptstadt und dem Innern Frankreichs unter der Consular-Regierung' von Friedrich Lorenz Meyers (1802) und Paris wie es war und ist' von Eberhard August Wilhelm von Zimmermann (1805/06) vor. Weiterhin zog Hoffmann die Ubersetzungen von Voltaires Siecle de Louis XIV.' (1778) sowie die Causes celebres et interessantes' von Gayot de Pitaval (1737) heran."
 

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