Charakteristik der hauptsächlichsten typen des sprachbaues

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F. Dümmler, 1860 - Language and languages - 335 pages
 

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Popular passages

Page 30 - Der Mensch lebt mit den Gegenständen hauptsächlich, ja, da Empfinden und Handeln in ihm von seinen Vorstellungen abhängen, sogar ausschliefslich so, wie die Sprache sie ihm zuführt. Durch denselben Act, vermöge dessen er die Sprache aus sich herausspinnt, spinnt er sich in dieselbe ein...
Page 44 - Die Bezeichnung des Begriffs durch den Laut ist eine Verknüpfung von Dingen, deren Natur sich wahrhaft niemals vereinigen kann. Der Begriff vermag sich aber ebensowenig von dem Worte abzulösen, als der Mensch seine Gesichtszüge ablegen kann.
Page 31 - Gegenstände; und wenn z. B. im Sanskrit der Elephant bald der zweimal Trinkende, bald der Zweizahnige, bald der mit einer Hand Versehene heifst, so sind dadurch, wenn auch immer derselbe Gegenstand gemeint ist, ebenso viele verschiedene Begriffe bezeichnet.
Page 24 - Das geistige Vermögen hat aber sein Dasein allein in seiner Thätigkeit, es ist das auf einander folgende Aufflammen der Kraft in ihrer ganzen Totalität, aber nach einer einzelnen Richtung hin bestimmt.
Page 59 - Alle Sprachen tragen eine oder mehrere dieser Formen in sich; und es kommt zur Beurtheilung ihrer relativen Vorzüge darauf an, wie sie jene abstracten Formen in ihre concrete aufgenommen haben, oder vielmehr welches das Princip dieser Annahme oder Mischung ist?
Page 7 - Conjugation am treuesten bewahrt hat. Der Verfasser, welcher sich eine möglichst erschöpfende Behandlung jener Conjugation zur Aufgabe gestellt hat, betrachtet zunächst die Personalendungen, denen mit Hülfe des Sanskrit sowohl ihre ältere Form, als (und hierbei namentlich bietet sich eine Reihe scharfsinniger Beobachtungen dar) ihre Bedeutung nachgewiesen wird. Der zweite Theil des Buches behandelt sodann die Bildung der einzelnen Zeiten mit durchgängiger Hervorhebung der dieselben unterscheidenden...
Page 6 - Ableitungen zusammengeworfen wurden. Der Verfasser spricht sich zuerst über den Unterschied beider aus und geht sodann, nachdem die wichtige Voruntersuchung über gewisse, weder zur Verbalwurzel, noch zum Affix gehörige euphonische Laute erledigt ist, zur Darstellung der griechischen primären Wortbildung über. Die ableitenden Affixe sind hier nach ihrer formellen Verwandtschaft geordnet, ihre Entstehung und ihr Verhältnifs zu den identischen lateinischen und sanskritischen, sodann die mannigfachen...
Page 15 - Thataache zur Gewifsheit erhoben, dafs die heutige Sprache der Vasken, natürlich mit den durch die Zeit hervorgebrachten Veränderungen, auch die der alten Iberer war, und dafs ferner diese nur ein Volk mit nur einer von den celtischen ganz verschiedenen Sprache ausmachten und als die ursprünglichsten Bewohner über die ganze Halbinsel verbreitet waren, nur mit Gelten untermischt und theilweise zu Celtiberern verschmolzen; denn die vereinzelten punischen und griechischen Colonieen können, wie...

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