Christa Wolfs "Medea. Stimmen" zwischen Entmythisierung und Remythisierung

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GRIN Verlag, 2007 - 64 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,0, Universitat Bayreuth (Lehrstuhl fur neuere dt. Literaturwissenschaft), Sprache: Deutsch, Anmerkungen: Dichter Text - einzeiliger Zeilenabstand., Abstract: In ihrem 1996 erschienenen Roman "Medea. Stimmen" stellt Christa Wolf ihre Titelheldin in ein Licht, das sich nicht radikaler von dem uns seit vielen Jahrhunderten uberlieferten, traditionellen Bild der mythologischen Medea entfernen konnte. An die Stelle des Scheusals Medea, der betrogenen Ehefrau, deren leidenschaftliche Liebe in vernichtende Raserei umkippt und der kaltblutigen Bruder- und Kindermorderin tritt bei Wolf eine Exiliantin aus politischer Uberzeugung, die in ihrer Wahlheimat Korinth auf die Spur eines grausamen Staatsverbrechens gerat und schliesslich aufgrund ihrer staatsfeindlichen Nachforschungen zum Opfer eines gezielt inszenierten Rufmordes wird. Christa Wolfs provozierende Mythenneubearbeitung verbindet sich uberdies mit einem noch provozierenderen Anspruch: Dem Anspruch namlich, ihren Lesern nicht nur irgendeine neue Variante des altbekannten Mythos zu liefern, sondern die einzige wahre und richtige Variante, aufgrund derer alle vorherigen "schnellfertige n] Urteile" (MS: 9) uber Medea von Grund auf widerrufen werden mussen. Den wissenschaftlichtheoretischen Rahmen fur Wolfs Neuinterpretation des Mythos liefert dabei die in 1980ger Jahren entwickelte Mythentheorie des franzosischen Soziologen und Kulturwissenschaftlers Rene Girard, der in seinen Untersuchungen "La Violence et le sacre" (Das Heilige und die Gewalt) und "Le Bouc emissaire" (Der Sundenbock) Mythen auf indirekte weil verschlusselte Zeugnisse realer historischer Verfolgung zuruckfuhrt und auf den Wolf in ihrem Roman an verschiedenen Stellen zitierend Bezug nimmt. Ausgehend von einem etwas genaueren Blick auf einige zentrale Thesen Girards und deren Umsetzung in "Medea. Stimmen" mochte sich die vorliegende Arbeit folgenden F
 

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Einleitung
2
Entmythisierung eines
12
Zusammenfassung 2526
25
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