"Credo quia absurdum": Mauser (1970) und Heiner Müllers "konstruktiver Defaitismus

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GRIN Verlag, 2010 - 56 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,0, Ruprecht-Karls-Universitat Heidelberg (Germanistisches Seminar ), Veranstaltung: Formen des Epischen Theaters bei Brecht, Frisch, Durrematt und Muller, Sprache: Deutsch, Abstract: Mauser entstand 1970 in einer Zeit, als in Polen die Parteihauser brannten und der Widerstand der Arbeiter militarisch niedergeschlagen wurde. Es gilt heute als einer der am schwersten zuganglichen Texte Mullers," als spannender Text linker Gewissensforschung" und Zeugnis der sozialistischen Selbstverstandigung." Das Werk war dabei nie ein Stuck fur sich, sondern knupfte an vielfaltige Traditionen an, vor allem aber ist es eine zitatenreiche Variation von Bertolt Brechts Massnahme. Hier soll erortert werden, wie ein Stuck, das dem ersten Eindruck nach geradezu ein Oratorium der sozialistischen Revolution zu sein scheint, das in eindringlicher Sprache die kommunistische Utopie verteidigt, im Arbeiter- und Bauernstaat" DDR verboten werden konnte. Trotz seiner hoch abstrakten Form lasst es sich als Palimpsest der politischen Praxis der Revolution lesen. Es zeigt die Zermalmung des Subjekts durch die entfesselte Vernichtungsenergie des Sozialismus in seiner stalinistischen Auspragung. Mauser ist eine Reflexion uber Humanitat und Gewalt im Sozialismus, uber das Toten im Dienst der russischen Revolution."
 

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Contents

EINLEITUNG
3
QUELLEN UND VORBILDER
8
INHALTLICHE AUSEINANDERSETZUNG
11
FAZIT
20
Copyright

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