Darstellung des Totentanz-Motivs Hugo von Hofmannsthals an Beispielen: "Der Tor und der Tod" und "Jedermann"

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GRIN Verlag, 2007 - 68 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,3, Europa-Universitat Viadrina Frankfurt (Oder) (Kulturwissenschaften), 18 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Die vorliegende Arbeit gibt zunachst einen Uberblick uber die Entstehung der mittelalterlichen Totentanze, wobei kurz auf die Vorlaufer und anschliessend auf die Rolle der Kirche eingegangen wird. Die typischen Merkmale der Totentanze werden dargestellt und wie diese sich im Zuge der Reformation und Aufklarung verandert haben. Einhergehend mit der Veranderung der Selbstwahrnehmung des Menschen - namlich des Sich-Selbst-Bewusstwerdens im Zuge der Aufklarung - verandert sich auch die Einstellung zum Tod. Die Totentanze selbst geraten zunachst in Vergessenheit. Das Motiv wird jedoch im 19. und 20. Jahrhundert, im Zuge der Kriegsereignisse und der Industrialisierung, erneut aufgegriffen. Besonders bei den Kunstlern im Wien des fin de siecle lasst sich eine intensive Auseinandersetzung mit der Todesthematik feststellen. Arthur Schnitzler zeichnet in seinen Werken Realitatsflucht und Traumwelten, beeinflusst auch durch Sigmund Freuds wissenschaftliche Erkenntnisse. Die vorliegende Analyse fokussiert auf zwei Werke von Hugo von Hofmannsthal: Die Dramen Der Tor und der Tod sowie Jedermann. Hofmannsthal beschaftigt sich in vielen seiner Werke mit der Todesthematik. In den beiden genannten wird das Totentanz-Motiv gezielt aufgegriffen. Inwiefern Hofmannsthal dabei klassische Elemente einbaut und inwieweit er das Totentanz-Motiv variiert und in zeitgenossische Bezuge setzt, ist Gegenstand dieser Arbeit. Vor der Analyse der oben genannten Werke erfolgt noch eine kurze Darstellung der Sprachkrise der fin de siecle-Autoren und die substituierende Funktion des Tanzes in dem Augenblick, wo die Sprache versagt
 

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Page 16 - Steh auf! Wirf dies ererbte Grau'n von dir ! Ich bin nicht schauerlich, bin kein Gerippe ! Aus des Dionysos, der Venus Sippe, Ein großer Gott der Seele steht vor dir.
Page 16 - Als strömte von den alten, stillen Mauern Mein Leben flutend und verklärt herein. Wie der Geliebten, wie der Mutter Kommen, Wie jedes Langverlornen Wiederkehr, Regt es Gedanken auf, die warmen, frommen, Und wirft mich in ein jugendliches Meer...
Page 7 - DE TR1BUS REGIBUS MORTUIS." Eine englische fassung der legende von den drei lebenden und den drei toten. Die legende von den drei lebenden und den drei toten bildet einen wesentlichen und höchst interessanten bestandteil der mittelalterlichen todespoesie. Sie gehört zu jenem ganzen kreis von memento mori - dichtungen , die schließlich in der großartigen erscheinung der totentänze gipfeln.
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Page 30 - Zentralinstitut und Museum für Sepulkralkultur (Hg.): Tanz der Toten Todestanz. Der monumentale Totentanz im deutschsprachigen Raum.

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