Dante Alighieri's Leben und Werke

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F. Mauke, 1865 - 604 pages
 

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Page 174 - O hätte ich nie so ungerechterweise eine Strafe auf mich nehmen müssen ! Ich meine die Strafe der Verbannung und Armut. Seit es den Bürgern der schönsten und berühmtesten Tochter Roms, Florenz, gefallen hat, mich fort von ihrem holden Schöße zu stoßen, in dem ich zur Welt kam und bis zur Höhe meines Lebens groß wurde, wo ich in vollem Frieden von ganzem Herzen den müden Geist ausruhen lassen und die mir...
Page 114 - Dante mit einander, dass es schwer wird, die eine von der ändern loszulösen. Er sucht in seiner Liebe nicht die flüchtige Befriedigung des Augenblicks, er setzt sie mit seiner ganzen geistigen Entwicklung in Verbindung und knüpft seine menschliche und sittliche Existenz an sie. Sie stirbt nicht mit der Geliebten, sondern reicht über das Grab hinaus und richtet von oben den Fallenden wieder auf. Da ist keine Rede mehr von Frühling, Blumen und Nachtigall, nicht von den Rosen Tibulls und nicht...
Page 205 - ... Freue dich nun, Italia, du auch den Saracenen mitleidswürdige, die du sofort neidenswerth erscheinen wirst dem Erdkreise. Denn dein Bräutigam, der Trost der Welt und der Stolz deines Volkes, der gnadenreiche Heinrich der göttliche und Augustus und Cäsar, eilt zur Hochzeit. Trockne die Thränen und tilge die Spuren des Kummers, du Schönste; denn nahe ist er, welcher dich befreien wird aus dem Kerker der Gottlosen, er, der die Boshaften schlagend, sie mit der Schärfe...
Page 206 - Allmacht lockt; und hart ist es ja gegen den Stachel zu locken. — Aber ihr, die ihr als Unterdrückte trauert, erhebet den Geist, denn nahe ist euer Heil. Nehmet den Karst edler Demuth und ebnet, nachdem ihr die Schollen dürrer...
Page 296 - Dante muss nicht bloss als der erste grosse moderne Dichter gefeiert, er muss zugleich auch als der erste ahnungsvolle Verkündiger des modernen Staates begriffen und anerkannt werden. Fürwahr, so scharf, so umfassend, so positiv ist nie im gesammten Mittelalter der Widerspruch gegen den theokratischen Gedanken durchgeführt, und kaum je vor ihm vom Staate so würdig, so hoch gedacht worden.
Page 216 - Staat sei? Warum beliebt es Euch nicht, gleichfalls auf die apostolische Einherrschaft scheel zu sehen, damit, wenn am Himmel der Mond verdoppelt werden soll, auch eine doppelte Sonne sei?
Page 204 - ... geschüttelt hat, wieder grünen wird. Sättigen werden sich alle, welche hungern und dursten, in dem Lichte seiner Strahlen; jene aber, die da Ungerechtigkeit lieben, werden durch sein funkelndes Angesicht verwirrt werden. Denn siehe da, es erhob die mitleidigen Ohren der Löwe vom Stamme...
Page 115 - ... öffnet sich der Himmel, da figuriren die Engel und die Gottesmutter, und Beatrice selbst wird zum Engel, ehe sie stirbt. Der Dichter tritt mit seinen lyrischen Erzeugnissen als der Reformator der Liebespoesie auf und aus der Schaar der Dichterlinge heraus auf einen erhabenen Standpunkt. Trotzdem dass die Gedichte in den Bronnen der Mystik getaucht sind, quellen sie mit der Frische und Kraft der Gesundheit aus dem Born des Gemüthes heraus ; in klangvoller Sprache reiht 19...
Page 207 - Finsterniß verdunkelten Sinnes, sondern öffnet die Augen eures Geistes und sehet, sintemal der Herr des Himmels und der Erde ihn uns zum Könige bestellt hat. Er ist derjenige, welchen Petrus, Gottes Statthalter, uns zu ehren ermahnt, welchen Clemens, der jetzige Nachfolger Petri, durch das Licht apostolischen Segens erleuchtet, damit, wo der geistige Strahl nicht genüget, der Glanz des kleineren Lichtes genüge.
Page 221 - Neue durch den Saft des Erdreichs nur um so ,, , '. . , ,, . . . ,, , , häusiger Zweige treiben, so lange die Wurzeln noch unversehrt sind und Nahrung liefern. Was, o einziger Fürst der Welt, wirst Du sagen können, vollbracht zu haben, wenn Du den Nacken des störrischen Cremona gebogen haben wirst? Wird nicht wider Vermuthen die Wuth in Brescia oder Pavia emporschwellen? Gewiß, sie wird! Und wiederum, wenn...

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