Dante und der verdammte Bonifatius VIII.

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GRIN Verlag, 2007 - 44 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Romanistik - Italienische u. Sardische Sprache, Literatur, Landeskunde, Note: 1,3, Freie Universitat Berlin (Institut fur Romanische Philologie), Veranstaltung: Dante - Inferno, 17 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Anmerkungen: Prufer: "Sehr gut ," Abstract: Die Gottliche Komodie, als ein Meisterstuck der Weltliteratur, befasst sich neben Aspekten der Geschichte, Natur und Astronomie auch mit Politik. Dante zeichnet darin die damalige politische Landschaft mit all seinen Protagonisten und bezieht durch deren Verortung in Holle (Inferno), Lauterungsberg (Purgatorio), oder Paradies (Paradiso) indirekt Stellung. Politik bedeutete im spaten Mittelalter Europas vor allem den Machtkampf zwischen Papst und Kaiser. Die Frage ob die geistliche und weltliche Sphare getrennt sein sollten und in welcher Hierarchie sie aufgebaut sind, beschaftigte Dante, was sich in seinem Schreiben manifestierte. Dieser Aufsatz soll belegen, dass Dantes politische Ansichten uber das Papsttum, speziell die Rolle von Bonifatius VIII., sich in der Divina Commedia widerspiegeln. Da eine allumfassende Aufarbeitung des kompletten Werks hier weder moglich, noch gewunscht ist, begrenze ich mich auf das trotzdem noch weite Feld des 19. Gesangs des Inferno. Zunachst mussen wir uns jedoch die Vitae von Dante Alighieri und Bonifatius VIII. anschauen, sowie deren politische Ideen verstehen und in den Kontext zur damaligen Geschichte stellen. Erst dann sollen beispielhaft verschiedene Verse des XIX. Canto sowie ihre verschiedenen Bedeutungen und Bilder herausgearbeitet werden. Abschliessend werden die Ergebnisse der politischen Gegenuberstellung Dantes und Bonifazius' VIII. mit den Schlussfolgerungen der Versanalyse kontrastierend zusammengefasst. Angesichts der universalen Fulle an Literatur uber Dantes Werk und Leben ist dieser Aufsatz ein kleiner Beitrag, ein kleiner Stern am danteschen Himmelszelt, neben all den anderen Sternen."
 

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Page 7 - Und Gott machte zwei große Lichter: ein großes Licht, das den Tag regiere, und ein kleines Licht, das die Nacht regiere, dazu auch Sterne.
Page 8 - Stecke dein Schwert an seinen Ort; denn wer das Schwert nimmt, der soll durchs Schwert umkommen.
Page 6 - ... darauf hingewiesen worden, daß Thomas in seiner Staatslehre der überzeitliche Mensch ist, der keine Geschichte braucht, und der nur die Überzeitlichkeit der Wahrheit sucht (Alois Dempf). Daher schildert uns Thomas in seiner Staatslehre den Staat an sich, nicht etwa einen Staat. Er fordert auch nicht die Verwirklichung eines Idealstaates, sondern nur die richtige und zweckmäßige Einrichtung eines Staates, in dem eben Menschen mit allen menschlichen Mängeln und Fehlern leben. Daher ist Thomas...
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Page 8 - ein weltlicher Herrscher den Papst in die Lage versetzt hatte, Macht zu delegieren."42 Die Urkunde, welche die Schenkung des Westlichen Römischen Reiches von Konstantin an Papst Silvester l.

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