Darf 'Emil und die Detektive' im 21. Jahrhundert noch ein Roman für Kinder sein? - abgeleitet aus Ruth Klügers Thesen zu Erich Kästner

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GRIN Verlag, 2007 - 32 pages
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Essay aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 2,0, Universitat Duisburg-Essen, Veranstaltung: Klassiker der Kinder- und Jugendliteratur, 10 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Die eine Seite sieht Kastner als grossen Aufklarer. Es wird behauptet, er verfolge positive moralpadagogische Ziele und seine Hauptfiguren, hier insbesondere Emil, seien angemessene Vorbilder fur Kinder. Diese Vorbilder zeichnen sich besonders durch deutsche' Tugenden wie Fleiss, Selbstbeherrschung, Bescheidenheit, Aufrichtigkeit und Tapferkeit aus. Auf der anderen Seite wird Kastner, unter anderem von Ruth Kluger, als Pseudoaufklarer bezeichnet. Es wird ihm eine korrupte Moral vorgeworfen. Er wurde das Banden- und Rottenwesen prapubertarer Jungen nicht kritisch genug einschatzen und autoritares Verhalten befurworten. Fur diese Vorwurfe zeigt Kluger einige Argumente auf. Problematisch ist ...] das eigentli- che Kernstuck des Buches, die Jagd auf den Dieb.""
 

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Page 10 - Ihm nach!« schrie der Bankvorsteher. Alles lief nach der Tür. Als man auf die Straße kam, war der Dieb schon von mindestens zwanzig Jungen umklammert. Sie hielten ihn an den Beinen. Sie hingen an seinen Armen. Sie zerrten an seinem Jackett. Er ruderte wie verrückt. Aber die Jungen ließen nicht locker. Und dann kam auch schon ein Schupo im Dauerlauf daher, den Pony Hütchen mit ihrem kleinen Rade geholt hatte.
Page 11 - Literarische Erziehung zwischen Realismus und Utopie Erich Kästners Kinderroman „Emil und die Detektive".
Page 9 - Wenn ich jemandem heimlich was wegnehme, bin ich ein Dieb. Ob es ihm gehört, oder ob er es mir erst gestohlen hat, ist egal.
Page 9 - Da hilft nur eins«, meinte Emil. »Wir müssen unsern Plan ändern. Wir können den Grundeis nicht mehr mit Spionen umzingeln, sondern wir müssen ihn richtig hetzen. Daß er's merkt. Von allen Seiten und mit allen Kindern.« »Das hab ich mir auch schon gedacht«, erklärte der Professor. »Wir ändern am besten unsere Taktik und treiben ihn in die Enge, bis er sich ergibt.
Page 6 - Keine Ahnung. Immer hinterher. Weiter weiß ich vorderhand nichts.« »Sag's doch dem Schupo dort. Der nimmt ihn hopp.« »Ich mag nicht. Ich habe bei uns in Neustadt was ausgefressen. Da sind sie nun vielleicht scharf auf mich. Und wenn ich . . .
Page 6 - Und dann lässt er sich 140Mark stehlen. Vielleicht sind sie ihm gar nicht gestohlen worden? Wer Denkmäler beschmiert, der lügt auch.

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