Dargestellte Autorschaft: Autorkonzept und Autorsubjekt in wissenschaftlichen Texten

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Walter de Gruyter, Mar 26, 2009 - Foreign Language Study - 287 pages
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Die sprachliche Ausblendung des Autorsubjekts ist prägendes Merkmal der Wissenschaftskommunikation, gleichzeitig indiziert aber jeder Wissenschaftstext durch seinen argumentativen Duktus, durch die individuelle Wahl der sprachlichen Mittel und durch explizite Teiltexte wie Vorwörter unweigerlich ein Autorsubjekt, dem der Text zugeschrieben wird.

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, den Autor auf diesem Hintergrund als aspektreiche Konstruktion im Text zu beschreiben. Damit verbindet sich das Ziel, den Autorbegriff, der bis jetzt vor allem in der literaturtheoretischen Diskussion eine zentrale Rolle spielte, in die Diskussion um die Domäne der Sachtexte einzubringen und für eine pragmatisch orientierte, interdisziplinär agierende Textwissenschaft anschlussfähig zu machen.

Die Darstellung von Autorschaft bewegt sich auf unterschiedlichen Darstellungsniveaus. Wissenschaftstypische Handlungen wie „ein Forschungsproblem lösen“ werden laufend expliziert, während wissenschaftstypische Haltungen wie Unsicherheit in hohem Maße auf Andeutung angewiesen sind. Im hier vorgeschlagenen, theoretisch orientierten Modell werden die Markierungsebenen integriert. Der „Autor-im-Text“ kann damit sowohl als domänentypische wie als individuelle Figur bestimmt werden.

 

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Contents

Autorschaft und Wissenschaft
1
1 Autor und Autorschaft
25
2 Vom Ende gelehrter Autorität und dem Anfang wissenschaftlicher Autorschaft
95
3 Enunziation von Autorschaft in wissenschaftlichen Texten
152
4 Aufbau der Autorfi gur in naturwissenschaftlichen Aufsätzen um 1800
205
Fazit
264
Backmatter
267
Copyright

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About the author (2009)

Felix Steiner, Universität Zürich, Schweiz.

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