Darstellung postmoderner Aspekte in Christoph Ransmayrs Werk 'Die letzte Welt'

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GRIN Verlag, 2007 - 24 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2002 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,0, Friedrich-Schiller-Universitat Jena (Institut fur Neuere deutsche Literatur ), 21 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: "Ransmayrs Roman Die letzte Welt erschien 1988, also gegen Ende jenes Jahrzehnts, in dem weite Teile der Philosophie, Kunst und Literatur im Zeichen der Postmoderne standen." [Anz, Thomas: Spiel mit der Uberlieferung. In: Die Erfindung der Welt: Zum Werk von Christoph Ransmayr. Hrsg. von Uwe Wittstock. Frankfurt am Main: Fischer 1997. S. 120 - 132. Hier: S.120.] Die Aussage von Thomas Anz impliziert, sich dem Begriff "Postmoderne" im Rahmen dieser Arbeit etwas naher zu widmen. Nach einer knappen Darstellung des Werkskontextes und der Inhaltswiedergabe des Romans soll anschliessend versucht werden, die Frage zu beantworten, aufgrund welcher Gesichtspunkte "Die letzte Welt" [Ransmayr, Christoph: Die letzte Welt. 10. Aufl. Frankfurt am Main: Fischer 2000.] der postmodernen Literatur zuzuordnen ist."
 

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Page 3 - Ziel hin versammelte: Emanzipation der Menschheit in der Aufklärung, Teleologie des Geistes im Idealismus, Hermeneutik des Sinns im Historismus, Beglückung aller Menschen durch Reichtum im Kapitalismus, Befreiung der Menschheit zur Autonomie im Marxismus etc.
Page 13 - Noch im gleichen Augenblick wich die Stille der Lichtung einem hohen, vielstimmigen und feinen Pfeifen, kaum lauter als das sehr ferne und in der Weite fast unhörbar gewordene Geräusch einer Windharfe, und Cotta begriff, daß dies der Lärm des Sterbens war, das Entsetzen und der Schmerz der Schnecken...
Page 13 - So wirksam sich seine Arzneien und Tinkturen auch erwiesen, in seinem Innersten blieb er doch davon überzeugt, daß den Lebenden nicht mehr zu helfen war, daß es keine Grausamkeit und keine Erniedrigung gab, die nicht jeder von ihnen in seinem Hunger, seiner Wut, Angst oder bloßen Dummheit verüben und erleiden konnte; jeder war zu allem fähig.
Page 6 - Es sollte endlich Klarheit darüber bestehen, daß es uns nicht zukommt, Wirklichkeit zu liefern, sondern Anspielungen auf ein Denkbares zu erfinden, das nicht dargestellt werden...
Page 10 - Monti, drei Jahre mindestens, vielleicht vier. Lagerhaft, flüsterte ein anderer, Castelvetrano, zu den Steinschneidern nach Sizilien. Irrtum: Das Zeichen sei gewiß nicht mehr gewesen als die Verhängung des Schreibverbots für ein Jahr; Tantiemenverfall allerhöchstens ; vielleicht aber auch nur Entzug der Reiseprivilegien bis zum Herbst. Nur eine Warnung.
Page 3 - Ransmayrs Roman Die letzte Welt erschien 1988, also gegen Ende jenes Jahrzehnts, in dem weite Teile der Philosophie, Kunst und Literatur im Zeichen der Postmoderne standen. Der Roman...
Page 12 - der Ort, an dem sich die wilde Natur ihre Macht gegenüber der Zivilisation zurückerobert.'*7 Weitere, etwa ökologische oder gesellschaftliche Kritikpunkte finden sich ebenfalls im Text.
Page 12 - Dort unten versuchten sich die Bewohner Tomis mit einem Himmel auszusöhnen, der hnen nicht gnädig war.
Page 10 - Ransmayr, der Dichter, ist in seinen Interpretationen frei und Clio keine Rechenschaft schuldig."65 Die Abwertung geschlossener Strukturen gestaltet Ransmayr durch die Fragmentierung der Metamorphosen, die durch verschiedene Perspektiven vermittelt werden.

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