Darstellung, Wirkung und Funktion der Gräfin Geschwitz in Wedekinds "Lulu-Dramenkomplex"

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GRIN Verlag, 2011 - 60 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,3, Johannes Gutenberg-Universitat Mainz, Sprache: Deutsch, Abstract: Interessanterweise wurde, trotz jahrzehntelanger Frank Wedekind Forschung und intensiver Auseinandersetzung mit dessen Lulu Werken, die Rolle der Martha Grafin von Geschwitz bis zum heutigen Tage nur unzureichend analysiert. Es stellt sich die Frage, woran dies liegen mag. Eine der plausibelsten Erklarungen fur das weit verbreitete Desinteresse an dieser Figur scheint zu sein, dass Frank Wedekind, hochst ironisch, die Grafin zur "tragische[n] Hauptfigur"1 seines Werkes erklarte, Wedekindforscher jedoch nur zu gut wissen, dass diese Aussage vor Gericht lediglich einem einzigen Zweck diente: Seine Werke vor angekundigten Zensuren zu schutzen. Sie sind sich bewusst, dass die Rolle der Grafin Geschwitz zu keiner Zeit als tragische Hauptfigur betrachtet wurde, weder vom Publikum noch von Wedekind selbst. Somit mag eine Geschwitz Betrachtung, im Gegensatz zur Lulu Rolle, auerhalb des gerichtlichen Kontextes als unwichtig(er) erscheinen. Dennoch, auch wenn weibliche Homosexualitat in Wedekinds Lulu Werken nur im Bereich der Prozessanalysen Beachtung erlangt, so ist doch, insbesondere unter dem Aspekt, dass der Normalkonsens stets auf der heterosexuellen Ebene angesiedelt war und ist, eine genauere Untersuchung von Bedeutung. In einem geschlechtsspezifischen Diskurs soll aus diesem Grunde eine Analyse der Grafinnen-Rolle als weitere Reprasentantin der Homosexuellenkultur vorgenommen werden. Hierzu werden, neben einem sozialhistorischen Uberblick, Wedekinds Werke einem Vergleich unterzogen (die Urfassung, Monstretragodie, im Vergleich mit den darauf folgenden Werken Erdgeist und Die Buchse der Pandora), welcher aufzeigen wird, dass sich im Laufe der Umschreibungen ein Verlauf abzeichnet, der die Rolle der Grafin als zunehmend provokanter, verachtenswurdiger und unverstandlicher darstellt. Auch wenn bereits in
 

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