Darstellung der Diskursanalyse des Duisburger Instituts für Sprach- und Sozialforschung (DISS)

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GRIN Verlag, Sep 1, 2004 - Education - 60 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Pädagogik - Sonstiges, Note: 1,0, Hochschule Zittau/Görlitz; Standort Görlitz (2004), Veranstaltung: Diagnostik, Sprache: Deutsch, Abstract: Begriffe wie Diskurs oder Diskurstheorie werden von verschiedenen Autoren unterschiedlich verwandt. Bei Jürgen Habermas etwa sind Diskurse Veranstaltungen, in denen wir Geltungsansprüche begründen. Bei den sich auf Michel Foucault berufenden Diskursanalytikern ist der Diskursbegriff dem gegenüber von der Intersubjektivtät befreit. Der Diskurs ist dem Intersubjektiven, sofern dieser Begriff in der Tradition Foucaults überhaupt bestimmbar ist, vorgelagert. Werden nun empirische Verfahren entwickelt oder empirische Untersuchungen unternommen, ist einsichtig, dass es von den unterschiedlichen Sichtweisen diskurstheoretischer Ansätzen abhängt, wie Diskursanalyse zu verfahren hat. Es gibt eine ganze Fülle von Ansätzen, die sich teilweise aufeinander beziehen und sich vielfach überschneiden. Entsprechend vielfältig ist das Instrumentarium der Diskursanalyse(n), das zudem je nach den zu untersuchenden Gegenständen variiert werden kann bzw. variiert werden muss. Wir stellen in dieser Arbeit einen Ansatz von Diskursanalyse in den Mittelpunkt, der in der Diskurswerkstatt Duisburg um Siegfried und Margarete Jäger, in Anlehnung an die diskursanalytischen Überlegungen von Jürgen Link und orientiert am der Foucaultschen Diskursverständnis, entwickelt wurde und auf dessen Hintergrund eine Fülle konkreter Untersuchungen vorliegen. Zunächst werden wir notwendige begriffliche Grundlagen erörtern. Dazu zählen >Diskurs, Tätigkeit, Kollektivsymbolik, Dispositiv, kritische Diskursanalyse sowie Foucaults Begriff von Macht. In einem nächsten Schritt wird die Methode der (kritischen) Diskursanalyse für die Analyse von Material den Bereich der Massenkommunikation (hier der Printmedien) dargestellt. Abschließend wird Diskursanalyse kursorisch auf ihre Brauchbarkeit als Diagnostikum hin überprüft. Hierbei geht es den Autoren nicht um eine erschöpfende Diskussion, oder gar um die Klärung mehrdeutiger Begrifflichkeiten, sondern einen skizzenhaften Überblick zu geben, der als Ausgangspunkt und Anregung für eine weitere, vertiefte Analyse (im Rahmen einer Diplomarbeit) verstanden werden könnte. Ein Arbeitsschwerpunkt des Duisburger Instituts liegt auf der Analyse rassistischer Diskurse. Für unsere Darstellung übernehmen wir diesen Themenbereich zur Veranschaulichung der Methode und Theorie der Diskursanalyse, ohne uns explizit mit der Problematik des Rassismus
 

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Contents

EinleitendeAnmerkungen
3
Begriffliche Grundlagen
5
22 Das synchrone System kollektiver Symbolik
12
23 Die Normalität der Diskurse
14
24 Das Dispositiv Diskurs Handeln und Manifestationen
17
25 Kritische Diskursanalyse
20
Die Methodik der kritischen Diskursanalyse Das Analyseverfahren
33
31 Das Vorgehen bei der Strukturanalyse
34
32 Die Analyse von Diskursfragmenten die Feinanalyse
38
Abschließende Bewertung der kritischen Diskursanalyse
53
42 Fazit
55
Literatur
58

Common terms and phrases

Abschließend allerdings Analyseschritte Anspruch Argumentationsstrategien ausführlich Aussagen Autor Begriff Beispiele Beschreibung Besonderheiten bestimmten betreffenden Diskursstrangs betreffenden Zeitung Bildbrüche bspw dargestellt Darstellung Diagnostikum Diskurse diskursive Kontext diskursiver Effekt Diskursposition Diskurstheorie Diskussion Dispositiv Dossier Duisburger Instituts Ebene Elemente Entscheidungen entsprechend Ereignisse erst Feinanalyse folgenden Foucault Foucaultschen Frage Frankfurt am Main Funktion gesellschaftlichen Gewimmel gibt graphische Handeln Handlungen hierbei historisch individueller Individuum Inhalte Institutionellen Rassismus Institutionen Interdiskurs Jäger zufolge jeweils Jürgen Link Katachresen Kollektivsymbole könnte Kritik kritischen Diskursanalyse lässt laut Jäger Leontjew Macht Machtbeziehungen Machtverhältnisse Margarete Jäger markieren Materialkorpus Menschen Methoden minder miteinander möglich moralische müssen normalistische Normalverteilung Normativismus Personen Position Printmedien Problematik Prozess Psychologische Diagnostik qualitativen Bandbreite Rahmen rassistisches Wissen Relativismus Routinen sagbar Siegfried Jäger sollte sozialen Sprachhandlungen sprachlichen Strategien Struktur Strukturanalyse Subjekt Substantive Suhrkamp Verlag synchrone System kollektiver Tätigkeit Text Textsorte thematischen Themen typischen Artikel unterschiedlichen Untersuchung Unterthemen Verschränkungen verstrickt Vorgehen Vorwissen Wahrheit Widerstand Widerstandspunkte wissenschaftliche Ziel zunächst

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