Das Äußerungsrecht des Angeklagten und seines Verteidigers gemäß § 257 StPO

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Peter Lang, 2009 - Law - 164 pages
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Das Erklärungsrecht von Angeklagtem und Verteidiger gemäß § 257 StPO ist in den letzten Jahren durch die «Widerspruchslösung» des BGH (Widerspruch gegen die Verwertung eines Beweismittels bzw. der aufgrund der Verletzung der Belehrungspflicht zustandegekommenen Aussage des Beschuldigten/Angeklagten) in den Mittelpunkt des Interesses gerückt. Die Ausübung des Erklärungsrechts gemäß § 257 StPO außerhalb der «Widerspruchslösung» des BGH ist gleichwohl in der Prozesspraxis (noch) nicht gebräuchlich. Dazu besteht indes kein Grund: Das Erklärungsrecht des § 257 StPO ermöglicht die signifikante, pointierte Kommentierung der Beweiserhebung, dient damit sowohl der Durchsetzung des rechtlichen Gehörs des Angeklagten und der Verteidigung («fair-trial-Gedanke») als auch der Herausarbeitung materieller Wahrheit (als Prozessmaxime des Gerichts). Neben Verteidigererklärungen im Vorfeld oder einem «Opening Statement» zu Beginn des Verfahrens ist das Gebrauchmachen von § 257 II StPO ein wirksames Mittel der Verteidigung, die Probleme des Falles zu veranschaulichen.
 

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Contents

Literaturverzeichnis
11
I Einleitung
19
II Die Bedeutung des 257 StPO
25
V Widerspruchslösung des BGH
97
VII Zusammenfassung
155
Copyright

Common terms and phrases

About the author (2009)

Die Autorin: Theresia Salecker, geboren 1982 in Freiburg im Breisgau; 2001-2005 Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Freiburg im Breisgau; 2005 Erste juristische Staatsprüfung, anschließend Promotion; 2006-2008 Referendariat am Landgericht Freiburg im Breisgau; seit 2008 Rechtsanwältin am Münchener Standort einer deutschen Großkanzlei.

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