Das AD/HS-Syndrom beim Kind und die Bedeutung für seine Familie

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GRIN Verlag, 2007 - 148 pages
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Diplomarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Padagogik - Padagogische Psychologie, Note: sehr gut (1,0), Universitat Bielefeld, 36 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Anmerkungen:, Abstract: Aufmerksamkeitsgestorte, hyperaktive Kinder sind meist von fruh morgens bis spat abends in Bewegung, scheinen nie richtig bei einer Sache zu sein, fangen alles an, fuhren selten etwas zu Ende, sprechen oft dazwischen, horen nicht richtig zu, reagieren auf jeden moglichen Reiz und sind manchmal sogar aggressiv. Andere Kinder wiederum scheinen standig vertraumt zu sein, wirken lethargisch und standig versunken in ihrer eigenen Welt. Eine AD/HS kann schwerwiegende Begleiterscheinungen mit sich bringen. Eltern betroffener Kinder stossen an ihre erzieherischen Grenzen. Aussagen Betroffener zufolge wird jeder einzelne Tag als nicht endender Kampf empfunden und schnell leidet das gesamte Familienleben und die eheliche Gemeinschaft unter dem nervtotendem Zappelphilipp oder der nervtotenden Storenfrieda. Aber auch Lehrkrafte wissen sich nach einiger Zeit meist nicht mehr zu helfen. Das aufmerksamkeitsgestorte, hyperaktive Kind kaspert im Schulunterricht herum, hat Probleme mit seinen Mitschulern und erbringt nur unzureichende schulische Leistungen. Gravierend sind die psychosozialen Folgen dieser Storung. Die Kinder geraten in bose Teufelskreise, innerhalb derer sich die (falschen) Reaktionen der Umwelt und die Verhaltensauffalligkeiten des Kindes gegenseitig aufstacheln und das Kind sich somit in einer immer schwierigeren Situation befindet. Die kindliche Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitatsstorung fordert zweifelsohne Padagogen heraus und stellt sie vor eine schwierige Aufgabe. Eltern, Lehrer, Therapeuten und letztendlich alle, die mit diesen Kindern direkt (bspw. als Therapeut) oder indirekt (bspw. als Berater betroffener Eltern) zu tun haben, mussen angemessen mit dieser Storung und der damit verbundenen Problematik umgehen, Unterstutzung b
 

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Contents

Einleitung
1
Verstehen schafft Toleranz zum kindlichen Verhalten
19
Die Folgen von ADHS im Umfeld des Kindes
33
Diagnosenstellung
49
Erklärungsansätze
62
Zur Medikation von ADHS mit Stimulanzien
71
Verhaltenstherapeutische Interventionen
84
Was Eltern sonst noch tun können
123
Copyright

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Common terms and phrases

AD/HS-Kind ADHS allerdings alltäglichen Amphetamine angemessen Angststörungen Aspekte Aufforderung Aufgaben aufgrund Aufmerksamkeit Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung aufmerksamkeitsgestörte Kinder Aufmerksamkeitsstörung Auszeit Barkley Beeinträchtigungen Behandlung bereits besser bestimmte betroffenen Kindern bspw Diagnose Dopamin Döpfner et al DSM-IV Durchführung eher Eltern sollten Eltern und Kind erst Erziehung Familie Gehirns häufig Hausaufgaben hyperaktive Kinder Hyperaktivität hyperkinetischen hyperkinetischen Störung Imhof impulsiven Impulsivität insbesondere Interventionen Interventionsmaßnahmen Kindergarten Kindern mit AD/HS klassische Konditionierung kognitive kommt komorbide komorbide Störungen konditionierter könnte Lauth & Schlottke Lehrkräfte Lerntheorien machen Medikamente Medikation meist Methylphenidat möglichst muss Mutter Nebenwirkungen negativen Konsequenzen Neuhaus Neurotransmitter operante Pemolin positive Verhaltensweisen problematischen Verhaltensweisen problematisches Verhalten Probleme Reaktionen Regeln Reiz Schlottke 1993 schnell Schule schulischen Schwierigkeiten Selbstinstruktionen Selbstinstruktionstraining Signalkarten Situation soll sowie sozialen speziell stark Stimulanzien Stimulanzientherapie Symptomatik Symptome Therapeut Therapie THOP Thorben Trainingseinheit Umgang Verbesserung Verhaltensauffälligkeiten Verhaltensprobleme verhaltenstherapeutische verhaltenstherapeutische Maßnahmen Verhaltenstherapie Verhaltensweisen des Kindes Verstärkung viele weitere weniger wichtig wieder Ziel zitiert nach Döpfner

Popular passages

Page 49 - Läuft häufig herum oder klettert exzessiv in Situationen, in denen dies unpassend ist (bei Jugendlichen oder Erwachsenen kann dies auf ein subjektives Unruhegefühl beschränkt bleiben). 4. Hat häufig Schwierigkeiten, ruhig zu spielen oder sich mit Freizeitaktivitäten ruhig zu beschäftigen. 5. {Ist häufig „auf Achse...
Page 49 - Führt häufig Anweisungen anderer nicht vollständig durch und kann Schularbeiten, andere Arbeiten oder Pflichten am Arbeitsplatz nicht zu Ende bringen (nicht aufgrund von oppositionellem Verhalten oder Verständnisschwierigkeiten). (5) Hat häufig Schwierigkeiten, Aufgaben und Aktivitäten zu organisieren.
Page 49 - Unaufmerksamkeit (a) beachtet häufig Einzelheiten nicht oder macht Flüchtigkeitsfehler bei den Schularbeiten, bei der Arbeit oder bei anderen Tätigkeiten...
Page 49 - Kind (1) zappelt häufig mit Händen oder Füßen oder rutscht auf dem Stuhl herum; (2) steht häufig in der Klasse oder in anderen Situationen auf, in denen Sitzenbleiben erwartet wird; (3) läuft häufig herum oder klettert exzessiv in Situationen, in denen dies unpassend ist; (4) hat häufig Schwierigkeiten, ruhig zu spielen oder sich mit Freizeitaktivitäten ruhig zu beschäftigen; (5) ist häufig „auf Achse...
Page 49 - Impulsivität ^^^^^^^^^^^^ 1 . Platzt häufig mit der Antwort heraus, bevor die Frage zu Ende gestellt ist, 2. Kann häufig nur schwer warten, bis er/sie an der Reihe ist (bei Spielen oder in Gruppensituationen). 3. Unterbricht und stört andere häufig (platzt z. B. in Gespräche oder in Spiele anderer hinein). 4. Redet häufig übermäßig viel (ohne angemessen auf soziale Beschränkungen zu reagieren). {Im DSM-IV unter Hyperaktivität subsumiert...
Page 49 - Achse" oder handelt oftmals, als wäre er „getrieben".} (Zeigt ein anhaltendes Muster exzessiver motorischer Aktivität, das durch die soziale Umgebung oder durch Aufforderungen nicht durchgreifend beeinflussbar ist.) C. Impulsivität 1 . Platzt häufig mit der Antwort heraus, bevor die Frage zu Ende gestellt ist. 2. Kann häufig nur schwer warten, bis er/sie an der Reihe ist (bei Spielen oder in Gruppensituationen). 3. Unterbricht und stört andere häufig (platzt zB in Gespräche oder in Spiele...
Page 49 - Hyperaktivität 1. Zappelt häufig mit Händen oder Füßen oder rutscht auf dem Stuhl herum. 2. Steht {häufig } in der Klasse oder in anderen Situationen auf, in denen Sitzenbleiben erwartet...
Page 45 - ... Er ruft grundlos den Namen eines Mädchens. 8.55 Uhr: Er legt sich auf den Tisch. 8.56 Uhr: Er spielt wieder mit dem Gummiring und zielt auf Kinder. Nach einer Mahnung, den Gummi herzugeben, schiebt er ihn in den Ranzen. 8.58 Uhr: Thomas steht auf und schlägt um sich. Er zieht Grimassen dazu. 8.59 Uhr: Er durchwühlt grundlos seinen Ranzen. 9.10 Uhr: Er steht auf und schlägt Charlotte. 9.15 Uhr: Thomas fällt vom Stuhl. 9.22 Uhr: Thomas schlägt Anna ohne ersichtlichen Grund, rennt im Klassenzimmer...
Page 19 - Die Wahl des zu beobachtenden Phänomens impliziert zum Teil auch schon eine Entscheidung darüber, von welchen anderen Phänomenen mehr oder minder weitgehend abgesehen werden soll - Konzentration bedeutet uA auch die Einengung des Blicks auf das für wesentlich Erachtete« (Wagner 1991, zitiert nach Hofstätter 1965, S.
Page 24 - Handlungsablauf folgendermaßen: zunächst die Aufgabenstellung verstehen und das Aufgabenziel (»finde die mit dem Standardreiz übereinstimmende Figur«) erreichen wollen, dieses Ziel während seiner Aufgabenbearbeitung beibehalten (und beispielsweise nicht die Figuren ausmalen oder die interessanteste Figur bestimmen), sodann den Standardreiz ausführlich mustern (im Blickverhalten abtasten »scannen«) und sich seine lösungsrelevanten Einzelheiten gegebenenfalls einprägen, die Lösungsmöglichkeiten...

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