Das Anti-Aggressivitäts-Training als Behandlungsmaßnahme für Mehrfachauffällige: Indikation – Methode – Reflexion

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GRIN Verlag, May 16, 2005 - Social Science - 22 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Pädagogik - Pädagogische Soziologie, Note: sehr gut, Universität Augsburg, Veranstaltung: Risiken des Jugendalter – Aggression und Gewalt, 15 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: In unserer Gesellschaft wird es immer Konflikte geben. Auf dem Weg durch Kindheit und Jugend können sie sogar durchaus konstruktiv und anregend sein. Konflikte entwickeln sich immer nur dann zu einem Problem, wenn sie nicht entsprechend gelöst werden. Die Dunkelziffer sowie die unterschiedlichen Auffassungen, was genau unter Gewalt zu verstehen ist, erschweren es jedoch, das tatsächliche Ausmaß von Gewalt festzustellen. Wo Gewalt und Aggressionen beginnen darüber gehen die Meinungen auseinander. Im Folgenden geht der Autor Quirin J. Bauer auf das Anti-Aggressivitäts-Training als Behandlungsmethode für Mehrfachauffällige ein, mit Ausführungen zu Indikation, Methoden und einer abschließenden Reflexion über seine Wirksamkeit bzw. möglichen Alternativen. Des Weiteren befasst er sich mit allgemeinen Ausführungen zur Entstehung aggressiven Verhaltens und devianter Karrieren, denn für die Entstehung und die unterschiedlichen Formen von Jugendgewalt gibt es keine simplen und eindeutigen Erklärungen. Allerdings lässt sich festhalten, dass die entscheidenden Ursachen im Jugendalter selbst begründet liegen. So vor allem im Prozess des Erwachsenwerdens, der grundsätzlich Probleme und Unsicherheiten mit sich bringt. Die Gefahr, dass Kinder besonders aggressiv oder sogar gewalttätig werden, besteht vor allem dann, wenn verschiedene problematische Einflüsse zusammentreffen und über einen längeren Zeitraum andauern. Als Ursachen können zum Beispiel die Gesellschaft, die familiären Erziehungsbedingungen, Gewalt im sozialen Nahraum, die Wohn- und Lebensbedingungen, der Gruppeneinfluss aber auch der Medieneinfluss genannt werden. Häufig sind also solche Straftaten entwicklungsbedingte Erscheinungen, die sich mit zunehmendem Alter und veränderten Lebensbedingungen wieder verlieren. Auf viele Faktoren, die das Entstehen von Jugendkriminalität begünstigen, haben Jugendliche und Institutionen keinen Einfluss. Sie sind beispielsweise nicht für die Veränderung von Normen und Werten oder für den Verlust informeller sozialer Kontrolle in unserer Gesellschaft verantwortlich; ebenso wenig ist es ihnen anzulasten, wenn sie in ein soziales Umfeld mit ungünstigen Rahmenbedingungen – wie etwa hinsichtlich der Einkommenslage der Familie, der Erziehung oder des Wohnumfeldes – hineingeboren werden. Die Folge ist aber oft dennoch dieselbe, nämlich, dass sich die Jugendlichen strafbar machen. Hier greift nun das Anti-Aggressivitäts-Training.
 

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