Das bürgerliche Trauerspiel am Beispiel von Lessings "Miß Sara Sampson" und "Emilia Galotti" und Schillers "Kabale und Liebe"

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GRIN Verlag, 2010 - 40 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2002 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 2, Johann Wolfgang Goethe-Universitat Frankfurt am Main, 15 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Noch im Barock durften, aufgrund der Standeklausel, nur Personen des hoheren Standes in der Tragodie auftreten, wahrend den Menschen des burgerlichen Standes die Komodie vorbehalten war. Die lacherlichen Buhnenhelden des franzosischen Komodiendichters Moliere, vom eingebildeten Kranken bis zu Tartuffe, waren Burger, und die komische Figur der Volkskomodie war ein Bauer. Doch die Tragodie des 17. und fruhen 18. Jahrhunderts zeigte im Mittelpunkt der Handlung stets eine Hauptfigur, die der Aristokratie angehorte. Tragische Schicksale - so scheint es - konnten nur Angehorige des ersten Standes erleben, wahrend die Schicksale niederer Standespersonen, also der Burger und Bauern, als unerheblich galten. Man glaubte den Burger erhabener Gefuhle nicht fahig; zudem fehlte ihm die soziale Fallhohe" (Schopenhauer), die angeblich die tragische Wirkung hervorbringt. Doch mit der Epoche der Aufklarung entstand Mitte des 18. Jahrhunderts das burgerliche Trauerspiel, das den Burger in den Mittelpunkt des tragischen Geschehens ruckte. Der tragische Konflikt wurde [im burgerlichen Trauerspiel] durch den Gegensatz der sozialen Schichten (Stande) ausgelost." (Mettenleiter/Knobl 1991, S. 291) Konflikt und Tragik resultierten entweder aus Standesgegensatzen zwischen Adel und Burgertum (z.B. Lessings Emilia Galotti," Miss Sara Sampson"; Schillers Kabale und Liebe), aus innerstandischen Gegensatzen, die im Burgertum selbst begrundet waren (z.B. Hebbels Maria Magdalena") oder aus der Fragwurdigkeit und Bruchigkeit des Burgertums selbst gegenuber dem entrechteten Arbeiterstand." (Winkler 1986, S. 99)"
 

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