Das Bild der Weiblichkeit in Dramen der Weimarer Republik - eine vergleichende Dramenanalyse

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GRIN Verlag, 2007 - 56 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Germanistik - Komparatistik, Vergleichende Literaturwissenschaft, Note: 2,0, Universitat Potsdam (Institut fur Kunste und Medien), Veranstaltung: Proseminar: Einfuhrung in die Dramenanalyse, 10 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Die vorliegende Arbeit ist das Ergebnis des von mir im Sommersemester 2005 besuchten Seminares Einfuhrung in die Dramenanalyse. Bei den dort besprochenen Stucken lag der Schwerpunkt grosstenteils auf der weiblichen Opfergestalt. In der Geschichte der Dramatik gab es viele Darstellungsformen der Fraugenfiguren. Diese wurden meist in den historisch und gesellschaftlichen Kontext ihrer Entstehungszeit eingebettet und waren somit eine Projektionsflache fur die verschiedensten Diskurse. Besonderen Stellenwert haben hierbei weibliche Opfergestalten, die von der patriarchalischen Ideologie unterdruckt werden
 

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Contents

Einführung
3
Sprache
16
Literaturverzeichnis
23

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Popular passages

Page 15 - VALERIE: Herr Oskar! OSKAR: Wer weiß! Gottes Mühlen mahlen langsam, mahlen aber furchtbar klein. Ich werd an meine Mariann denken ich nehme jedes Leid auf mich, wen Gott liebt, den prüft er. Den straft er. Den züchtigt er. Auf glühendem Rost, in kochendem Blei VALERIE schreit ihn an: Hörens auf, seiens so gut! OSKAR lächelt. HAVLITSCHEK kommt aus der Fleischhauerei: Also was ist jetzt? Soll ich jetzt die Sau abstechen oder nicht?
Page 15 - VALERIE : Wenn mir jemand das angetan hätt OSKAR: Ich hab sie noch immer lieb vielleicht stirbt das Kind VALERIE : Herr Oskar ! OSKAR: Wer weiß! Gottes Mühlen mahlen langsam, mahlen aber furchtbar klein. Ich werd an meine Mariann denken ich nehme jedes Leid auf mich, wen Gott liebt, den prüft er. Den straft er. Den züchtigt er. Auf glühendem Rost, in kochendem Blei VALERIE schreit ihn an: Hörens auf, seiens so gut! OSKAR lächelt.
Page 7 - Ich hätte die Frau Roelle ja angesprochen, aber sie war ganz durcheinander. Sie hat mich nicht einmal gesehn. ROELLE Darin ist meine Mamma eigen, wen sie sieht und wen sie nicht sieht. CLEMENTINE Bei mir nicht. Die hat erst gesagt, Clementine, wenn es bei Ihnen einmal was wird mit meinem Sohn, bei Ihnen habe ich nicht einmal was dagegen, weil Sie gar so ein fleißiges Mädel sind und das ist wie ein Kapital. Und das stimmt. Auf mir ruht das ganze Haus.
Page 8 - Hermine: Das hast du von deiner Gescheitheit. Pepe: Jetzt ist es eben einmal nicht so worden, wie sie es sich eingebildet hat. Roelle (geht zur Olga): So geht man nicht um mit der Olga. Die Olga war wie ein...
Page 9 - Olga: Ich biege meinen kleinen Finger nicht ab, ohne daß ich vom Himmel her beobachtet werde.
Page 11 - Gampers zu reden; sie erleiden "(...) den grausamsten, quälendsten Tod, den es bei Horväth gibt: den langsamen Tod in der Ehe (62), wie beispielsweise Marianne (63), oder werden zu Prostituierten (64).
Page 11 - Richter, Hans: Verwandeltes Dasein. Über deutschsprachige Literatur von Hauptmann bis heute. Mit einer Goethe-Studie.
Page 10 - Das Ende des Stückes zeichnet sich weder durch eine Katharsis noch durch einen abschließenden tragischen Ausgang aus. Die Jugendlichen bleiben in einem Teufelskreis der Unerlösbarkeit stecken, aus dem sie sich nicht mehr befreien...
Page 18 - S. 70f. wechselnden Interessen an, ist gespickt mit Ausreden (auf die schlechten Zeiten und das Schicksal) und mit Lügen (über seine Gefühle und sein Verantwortungsbewußtsein)".71 Mariannes Ausbruchversuch findet wie schon bei Olga auf der sprachlichen Ebene ihren ganz besonderen Ausdruck.

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