Das Bild der Kindheit in Goethes Roman ́Wilhelm Meisters Lehrjahre ́

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GRIN Verlag, Feb 7, 2002 - Foreign Language Study - 21 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2001 im Fachbereich Germanistik - Didaktik, Note: sehr gut, Justus-Liebig-Universität Gießen (Literatur/Literaturdidaktik), Veranstaltung: Hauptseminar Kindheitsbilder in Literatur und Medien, 22 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Goethes Gestaltung von Kindheit zu untersuchen ist grade deshalb produktiv, weil bei ihm, wie in kaum einem anderen Werk, die verschiedenen Vorstellungen und Bilder der Epoche aufgenommen und entsprechend der eigenen Konzeption gewandelt werden. Zudem verfolgt Goethe ohne Zweifel die öffentliche Diskussion um Kindheit, als Beleg kann man die Bekanntschaften mit bedeutenden Pädagogen des Jahrhunderts heranziehen. Kindheit ist sowohl in ,,Wilhelm Meisters theatralischer Sendung" als auch in den Lehrjahren" eine bedeutende Größe. In beiden Romanen gelangt die Kindheit der Hauptfigur in unterschiedlicher Erzählperspektive und Akzentuierung ins Bild. Die Bedeutung des ,,Wilhelm Meister" zeigt sich gerade in der Aufnahme unterschiedlicher Ausschnitte des kindlichen Alltags, von Kindheitssichten, Bildungsvorstellungen und Erziehungskonzepten und in dem Versuch, aus der Kenntnis all dieser eine eigene Position zu entwickeln. Wilhelm Meisters Kindheit und Erwachsenwerden soll daher in Kapitel 1 in Augenschein genommen werden. Die dominierende Erziehungsidee der ,,Lehrjahre" soll auch vor dem Hintergrund eines breiten Spektrums unterschiedlicher Kindheitsbilder und Vorstellungen über Bildung und Erziehung aus anderen sozialen Milieus entfaltet werden. Auf die Familienpraxis der anderen sozialen Milieus wird daher in Kapitel 2 näher eingegangen werden. Das Schicksal des Helden ist eng mit zwei Kindern verwebt, deren antithetische Anlage das Kindheitsbild im wesentlichen mitbestimmt: Mignon und Felix. Aus diesem Grund wird in Kapitel 3 die besondere Kindheit Mignons herausgearbeitet. Mignons Geschichte wird begleitet von ,,schwarzer" Pädagogik, von brutalen Erziehungsmaßnahmen bis zu den subtilen Methoden aufklärerischer Pädagogik. Im Kapitel 4 wird versucht die Kindheit Felix zu analysieren und seine Bedeutung für den Helden des Romans heraus zu arbeiten.
 

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VII
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VIII
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IX
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