Das Bild der Neuen Frau im Fr hwerk Irmgard Keuns: Entw rfe von Weiblichkeit am Ende der Weimarer Republik

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Diplomica Verlag, 2008 - Language Arts & Disciplines - 142 pages
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"Gilgi" (1931) und "Das kunstseidene M dchen" (1932) werden zu Beststellerromanen der jungen Irmgard Keun. Am Ende der Weimarer Republik sind sie Spiegelbilder der gesellschaftlichen Entwicklung in der jungen Demokratie und liefern mit ihren Protagonistinnen Vorbilder f r eine neue Generation von Frauen. Keuns Heldinnen Gilgi und Doris verk rpern den damaligen Modetypus der "Neuen Frau" und formulieren die gesellschaftlichen Aufstiegsw nsche der kleinen Angestellten. Sie sind sportlich, tragen Bubikopf, wirken selbstbewusst und emanzipiert und bestehen auf ihr Recht der vorehelichen Liebesbeziehung. Ihre Entwicklung im Verlauf der Romane l sst aber erahnen, dass Gilgi wie Doris vor allem in Bezug auf ihre Geschlechterbeziehungen keineswegs so modern sind, wie sie vorgeben. Seit den 1980er Jahren gelten Irmgard Keuns Deb tromane vor allem in der feministischen Literaturforschung als Vorzeigemodelle der emanzipatorischen Literatur. Allerdings sind die Protagonistinnen in beiden Romanen eher Zerrbilder der zeitspezifischen Weiblichkeitsentw rfe und der damit verbundenen Vorstellungen von Emanzipation. Wie es Irmgard Keun mit ihrer besonderen humorvollen bis satirischen Schreibweise gelingt, ihre Heldinnen einerseits nach Emanzipation strebend, andererseits in alte Geschlechterrollen zur ckfallend darzustellen, will diese Arbeit vor dem Hintergrund der gesellschaftlichen Stellung der Frau in der Weimarer Republik und zeitgen ssischer Bilder der "Neuen Frau" kritisch beleuchten. Verbunden werden hierbei sozialgeschichtliche, sozialpsychologische und biographische Deutungsmuster. Ebenso wird eine formal sthetische Deutung - wie die Einordnung in die Neue Sachlichkeit - mit der inhaltlichen Analyse verkn pft. Abschlie end wird auch auf die Frage der Aktualit t beider Werke unter Bezugnahme der heutigen gesellschaftlichen Stellung der Frau kurz eingegangen.
 

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Contents

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