Das Bildprogramm des Engelspfeilers und des Marienzyklus am Südportal des Straßburger Münster

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GRIN Verlag, 2007 - 52 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Kunst - Architektur, Baugeschichte, Denkmalpflege, Note: 1,3, Universitat Karlsruhe (TH) (Institut fur Kunstgeschichte, Karlsruhe), Veranstaltung: Die Ausstallung des mittelalterlichen Kirchenraums, 16 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: I. Zum Bildprogramm am sudlichen Querhaus des Strassburger Munsters In diesem Semester beschaftigte sich ein Seminar ausschliesslich mit der Ausstattung des mittelalterlichen Kirchenraumes. Ein besonders eindrucksvolles Beispiel ist der Engelspfeiler, der um 1230 im Strassburger Munster entstanden ist und die Szenen des Jungsten Gerichts an einer Saule darstellt. Auch das Marienportal am sudlichen Querhaus, zeigt in ihrem Bildprogramm Szenen, die im weitesten Gerichtsszenen sind, auf ungewohnliche Weise. Diese beiden Bildwerke sollen im Folgenden in ihrer Erscheinung und ihrem Zusammenhang naher erlautert werden. Die altesten Mauern des Strassburger Munsters gehen auf eine von Bischof Werinherr von Strassburg erbaute Basilika im Jahre 1015 zuruck. Nach den Vorstellungen des Bischofs von Werinherr sollte die neue Kirche ein langes, flach gedecktes Hauptschiff, sowie zwei durch jeweils zehn Saulen abgetrennte Seitenschiffe besitzen. Die spitzen Turme sollten bei klarem Wetter bis weit in die Rheinebene zu sehen gewesen sein und zeugten vom Stolz des Patriziats sowie des durch Handel reich gewordenen Burgertums. Von diesem fruhen Bau ist die damals entstandene Krypta in den Grundmauern des heutigen Gebaudes noch erhalten.1 Nach einem verheerenden Brand um 1190 folgte ein erster Wiederaufbau im Zuge dessen weitere Teile entstanden. Dazu gehorten die nordliche Querhausfassade, wesentliche Teile des Obergeschosses des nordlichen Querhausarmes, sowie das sudliche Portal, um dessen Ausschmuckung es sich im Folgenden handeln wird. Die Arbeiten am sudlichen Querhaus wurden vermutlich zwischen 1225 und 1240 ausgefuhrt. Im Gegensatz zum nordlichen Portal offnet sich das
 

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