Das Dasein als Möglichsein - Heideggers "Sein und Zeit"

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GRIN Verlag, 2007 - 72 pages
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Zwischenprufungsarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Philosophie - Philosophie des 20. Jahrhunderts / Gegenwart, Note: 1,7, Ruprecht-Karls-Universitat Heidelberg (Philosophisches Seminar), Veranstaltung: Proseminar: Heidegger "Sein und Zeit," 5 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: In seinem einflussreichstem Werk, "Sein und Zeit" von 1927, stellt Heidegger die Frage nach dem Sinn von Sein. Er sieht die Frage nach dem Sein zwar von Platon und Aristoteles behandelt, ab dann jedoch, vor allem in der modernen Philosophie straflich vernachlassigt. Nach Heideggers Meinung habe die Philosophie der Antike noch einen reinen Zugang zum Sein gesucht, wohingegen die darauf folgende Tradition der Metaphysik sich nur noch mit Seiendem befasst habe. Ein Umstand, den er spater "Seinsvergessenheit" nennen wird. Diese Seinsvergessenheit ist fur Heidegger Zeugnis von Unverstandnis, da unser Sein uns zwar ontisch am nachsten, ontologisch aber am fernsten sei. Somit nicht leer und selbstverstandlich, sondern dunkel und interessant. Heidegger stellt die Frage nach dem Sein und versucht mit "Sein und Zeit" eine Fundamentalontologie. Obgleich die Ontologie, anders als die Naturwissenschaften, nach allen Formen des Seins, nach dem Sein schlechthin fragt, muss auch eine ontologische Untersuchung von einem bestimmten Sein ausgehen, um uberhaupt sinnvoll die Seinsfrage angehen zu konnen. Es muss ein konkreter Ansatzpunkt gefunden werden. Das geeignetste Sein, das man als solchen wahlen kann, sei das Sein des Menschen, das "Dasein." Das Dasein hat gleich mehrfachen Vorrang; ontischen und ontologischen Vorrang, und "Vorrang als ontisch-ontologische Bedingung der Moglichkeit aller Ontologien." Heidegger fasst das Dasein als dasjenige Seiende, dem es in seinem Sein um es selbst geht. Auerdem gebietet schon die Schwierigkeit einer fundamentalontologischen Analyse, bei einem zuganglichem, uns nahem, nachvollziehbarem und verfugbarem Punkt anzusetzen. Und was ware uns nah
 

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Page 14 - Das Selbst des alltäglichen Daseins ist das Man-selbst, das wir von dem eigentlichen, das heißt eigens ergriffenen Selbst unterscheiden.
Page 14 - Das Wer ist nicht dieser und nicht jener, nicht man selbst und nicht einige und nicht die Summe Aller. Das >Wer...
Page 14 - Wir genießen und vergnügen uns, wie man genießt; wir lesen, sehen und urteilen über Literatur und Kunst, wie man sieht und urteilt; wir ziehen uns aber auch vom >großen Haufen< zurück, wie man sich zurückzieht; wir finden >empörend<, was man empörend findet. Das Man, das kein bestimmtes ist und das Alle, obzwar nicht als Summe, sind, schreibt die Seinsart der Alltäglichkeit vor . . . Jeder ist der andere und Keiner er selbst.
Page 5 - Diesem Seienden eignet, daß mit und durch sein Sein dieses ihm selbst erschlossen ist. Seinsverständnis ist selbst eine Seinsbestimmtheit des Daseins. Die ontische Auszeichnung des Daseins liegt darin, daß es ontologisch ist.
Page 9 - Die Stimmung hat Je schon das Inder-Welt-sein als Ganzes erschlossen und macht ein Sichrichten auf... allererst möglich
Page 14 - Man ist ein Existenzial und gehört als ursprüngliches Phänomen zur positiven Verfassung des Daseins«, S.
Page 4 - Am Ende wird sich zeigen, daß die Idee von Sein überhaupt ebensowenig .einfach' ist wie das Sein des Daseins

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