Das Europa der Literatur: Schriftsteller blicken auf den Kontinent 1815–1945

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Walter de Gruyter, May 27, 2010 - Literary Criticism - 403 pages
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Europa? Das sei eine Erfindung der Dichter, sagt Heinrich Mann und verweist damit auf eine Verbindung, die seit Jahrhunderten Bestand hat: diejenige zwischen der europäischen Literatur und Europa als ihrem Thema. Imperium, Zivilisation, Vereinigte Staaten, Ordnungsmacht oder Friedensprojekt ‑ in literarischen Texten werden die unterschiedlichsten Vorstellungen von Europa formuliert und diskutiert. Ausgehend von einer komparatistischen Untersuchung der Werke von neun Schriftstellern versucht die Studie eine Antwort auf die Frage nach der Beziehung zwischen dem Medium Literatur und dem Thema Europa. Sie setzt dazu verschiedene Entwürfe aus der deutschen, spanischen, französischen und katalanischen Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts miteinander in Verbindung und analysiert Gemeinsamkeiten und Unterschiede, Kontinuitäten und Brüche, Parallelen und Divergenzen. Auf diese Weise zeigt sie die Konstruktionsprinzipien eines literarischen Europas auf, das sich auch dadurch auszeichnet, dass in den Versuchen einer literarischen Festschreibung des Kontinents die unterschiedlichsten Diskurse miteinander in Verbindung gesetzt werden können. So zeigt sich, dass das Wissen der europäischen Literatur von Europa immer auch ein Wissen der Literatur von sich selbst und von ihren eigenen Bedingungen und Prämissen ist.

 

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Contents

Einleitung
1
Ernst Robert Curtius
13
Victor Hugo und Miguel de Unamuno
45
José Ortega y Gasset
153
Eugeni dOrs und René Schickele
193
Heinrich Mann
251
André Gide und Klaus Mann
297
Rückblick und Ausblick
361
Backmatter
369
Copyright

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About the author (2010)

Anne Kraume, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.

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