Das Fernsehen als Mittel der Staatskommunikation und der ideologischen Apologetik in der DDR: Am Beispiel der Krimiserie "Polizeiruf 110"

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GRIN Verlag, 2009 - Mass media and popular culture - 120 pages
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Masterarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Jura - Medienrecht, Multimediarecht, Urheberrecht, Note: Sehr gut (16,5/20 Pkt.), Johannes Gutenberg-Universitat Mainz (Mainzer Medieninstitut), Sprache: Deutsch, Anmerkungen: Die Masterarbeit behandelt eine Materie im Schnittpunkt politik- und rechtswissenschaftlicher sowie medienhistorischer Bezuge. Anhang: Aufstellung aller Folgen des "Polizeiruf 110" (bis 1990) sowie umfassendes Literaturverzeichnis., Abstract: Das Thema steht im Schnittpunkt mediengeschichtlicher, -politischer und -rechtlicher Fragestellungen. Zunachst werden die ideologischen und rechtlichen Grundlagen der staatlichen Kommunikation durch das Fernsehen der DDR dargestellt. Die Verfassung der DDR, die einfachen Gesetze wie etwa das StGB (DDR) und untergesetzliche Rechtsnormen bestimmten den Handlungsrahmen. Von faktisch wesentlich grosserer Bedeutung war die konkretisierende Ausgestaltung des durch die marxistisch-leninistisch gepragte Staatsideologie determinierten Programmauftrags des Fernsehens durch die Politik der SED, insbesondere durch Parteitagsbeschlusse und Entscheidungen des ZK. Dabei hat eine Abkehr weg von der offensichtlichen Indoktrination hin zu einer Ideologisierung des Massenpublikums durch Elemente der Unterhaltung stattgefunden. Dieser Weg lasst sich exemplarisch anhand der Fernseh-Krimireihe Polizeiruf 110" nachzeichnen. Zu betrachten sind hier Programminhalte, -auftrag und -asthetik. Paradigmatisch lassen dabei sich die Charakteristika des DDR-Mediensystems, namlich Planung, Lenkung und Kontrolle der Medien durch den Staats- und Parteiapparat, nachweisen. Die Funktion der Massenmedien in der DDR wurde von den Akteuren des Systems als Herrschaftsmittel gesehen: Die sozialistischen Massenmedien leisten als Fuhrungs- und Kampfinstrumente der Partei der Arbeiterklasse und des sozialistischen Staates ihren Beitrag zur Veranderung der gesellschaftlichen Wirklichkeit mittels spezifischer journalistischer bzw. kunstlerischer Mittel."
 

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