Das Napoleonbild eines deutschen Jakobiners: Andreas Georg Friedrich Rebmanns Veröffentlichungen über Napoleon Bonaparte nach 1799/ 1800

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GRIN Verlag, Jul 22, 2006 - History - 30 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Geschichte Europa - and. Länder - Neuzeit, Absolutismus, Industrialisierung, Note: Bestanden, Friedrich-Schiller-Universität Jena, Veranstaltung: Napoleon und die Deutschen, 24 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Dass die Französische Revolution umfassende Auswirkungen auf den gesamteuropäischen Raum gehabt hat, ist hinlänglich bekannt und sehr umfangreich diskutiert worden. Die Diskussion im„Geistes- und Ideengeschichtlichen Forschungsraum“ entzündet sich dabei jedoch kaum an der politischen Entwicklung während der Herrschaft Napoleons, sondern konzentriert sich auf die Zeit vor der Jahrhundertwende. Was das Heilige Römische Reich deutscher Nation angeht, so wird Napoleon als Überwinder der Revolution in Frankreich dargestellt, „der das Deutsche Reich auflöst und die deutschen Dichter [und Schriftsteller] ins geistige Reich drängt, bis sich infolge der Unzufriedenheit mit der französischen Fremdherrschaft, ermutigt durch wachsende Misserfolge des Kaisers, ein geistiger Widerstand der Dichter und Philosophen formiert und dem Kampf gegen den Unterdrücker literarisch den Weg ebnet.“ Einer dieser sich vom revolutionären Überschwang angesteckten, am politischen Geschehen beteiligenden Publizisten und demokratischen, im Sinne der Aufklärung agierenden Schriftsteller war Andreas Georg Friedrich Rebmann. Im Großteil der sich mit ihm beschäftigenden Literatur wird dieser als„deutscher Jakobiner“oder Patriot bezeichnet, zwei Begriffe, die teilweise gleichbedeutend verstanden wurden. Thema dieser Arbeit soll es nun nicht sein diese Einschätzung Rebmanns ausreichend kritisch zu prüfen, dies ist an anderer Stelle geschehen. Dennoch habe ich mich entschlossen, diese Begrifflichkeiten zu verwenden, und werde deshalb versuchen, an Hand der Literatur, kurz eine politische Einordnung Rebmanns vorzunehmen. Der Titel dieser Arbeit wirft weiterhin zwei zentrale Fragen auf. Zum einen in wie weit Georg Friedrich Rebmann als„deutscher Jakobiner“zu bezeichnen ist, und was dieser Begriff zunächst beinhaltet. Zum anderen stellt sich dann eben in diesem Kontext die Frage, wie sich das Bild Napoleons exemplarisch, aus Rebmanns Sicht, als„Prototyp des deutschen Jakobiners“, veränderte oder eben nicht. Aus dieser zweiteiligen Fragestellung ergibt sich auch der Aufbau dieser Arbeit. Rebmanns politische Einstellung, auf welche ich in dieser Arbeit zu sprechen kommen werde, ist besonders in den letzten Jahren relativ erschöpfend erforscht und teilweise kontrovers diskutiert worden. Seine Tätigkeit als politischer Publizist konzentrierte sich, mit einigen wenigen Ausnahmen, auf sein Leben vor der Jahrhundertwende und kulminierte in seiner produktivsten Phase 1798 - 1800. [...]
 

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