Das neue Umgangsrecht: kritische Bestandsaufnahme aus Sicht der Frauen

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Diplomica Verlag, 2010 - Law - 212 pages
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Immer noch sind es Frauen, die nach einer Trennung/Scheidung in der Regel die Verantwortung f r ihre Kinder bernehmen. Sie m chten ihre Kinder besch tzen, m ssen sich aber zugleich mit rechtlichen Bestimmungen auseinandersetzen und m glicherweise auch noch bef rchten, dass der Ex-Partner nicht bereit ist, finanzielle Unterst tzung gegen ber der Familie zu leisten. Ebenso m ssen sie bef rchten, dass sie das Sorgerecht verlieren oder ein Umgangsrecht nicht abwenden k nnen, auch wenn sie vom Partner jahrelang physisch und psychisch misshandelt wurden. Die Reformierung des Umgangsrechts gem 1684 BGB hat bewirkt, dass alle V ter, egal ob verheiratet oder nicht, ein durchsetzbares Umgangsrecht erhalten haben, und unabh ngig von dem Sorgerecht einen Rechtsstreit allein durch das Umgangsrecht initiieren k nnen. Erh lt ein Vater kein Sorgerecht, kann er immer noch durch das Umgangsrecht an das Kind herantreten. Das bedeutet, dass der Umgang des Kindes mit dem Vater auch gegen den Willen des Kindes oder der Mutter durchgesetzt werden kann. Das hat zur Folge, dass besonders h ufig die Mutter f r eine verweigernde Haltung des Kindes verantwortlich gemacht werden kann und durch gesetzlich vollstreckbare Sanktionen (Geldstrafe, Sorgerechtsentzug oder Haftstrafe) bedroht ist. V ter hingegen haben in den seltensten F llen Sanktionen zu bef rchten, wenn sie den Umgang ablehnen. Ebenso bedeutet dies, dass der Vater weiterhin Zugriff auf die famili re Situation der Mutter hat. Es ist eine Situation f r Frauen entstanden, in der sie rechtliche Forderungen im Sinne ihres Kindes m glicherweise nicht durchsetzen k nnen und letztlich daf r bestraft werden, wenn sie nicht im Sinne der Gesetzgebung handeln. Auch wenn sie als Hauptbezugspersonen ihrer Kinder berechtigte Motive f r ablehnendes Verhalten haben. Die Rechtsprechungen h ngen jeweils von der Glaubw rdigkeit und der Beweiskraft der Mutter sowie vom fachlichen Wissen und Einf hlungsverm gen des Richters ab. D.h. durch die unter
 

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161
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Ablehnung Absatz abwesenden Elternteil Ausschluss des Umgangsrechts beiden Elternteilen Beschl besonders betreuenden Elternteil Beziehung Bürgerlichen Gesetzbuchs Deutsches Diskriminierung Durchsetzung des Umgangsrechts Ehefrau ehelichen Einschränkung Einvernehmen elterliche Gewalt elterlichen Sorge Entwicklung erhalten Fällen familiären Familie Familiengericht Familienrecht FamRZ Fieseler Forderungen Frauen und Recht Frauenbewegung Frauenhaus Gefährdung des Kindeswohls gemäß gemeinsamen Sorge Geschlechter Gesetz Gesetzgeber Gleichstellung Gründe Gutachter häusliche Gewalt Heiliger/Wischnewski Hohmann-Dennhardt Hönig Interesse des Kindes JAmt Jugendamt Jugendlichen Kind-Prax Kindeswohl Kindeswohlgefährdung KindRG Kindschaftsrecht Kindschaftsrechtsreform konnte Leyhausen Möglichkeit muss Mutter nichteheliche Kinder nichtsorgeberechtigten Oelkers Online Ostbomk-Fischer Partnerschaft Personensorge Personensorgeberechtigten persönlichen Kontakt persönlichen Umgang Pflicht Praxis psychologischen Reader Recht auf Umgang rechtlichen Rechtsposition Reformierung Regelung des Umgangs Salgo Schulze Schweikert/Schirrmacher sexuellen Missbrauchs SGB VIII soll sollte Sorgeberechtigten sorgeberechtigten Elternteil Sorgerecht sowie sozialen tatsächliche Trennung oder Scheidung Trennung und Scheidung umgangsberechtigten Elternteil Umgangskontakte Umgangsrecht Umgangsregelung Umgangsverweigerung Vater Väterorganisationen Vaterrecht Verfahren Verfahrenspfleger Verfahrenspflegschaft verheirateten verpflichtet weiterhin Wohl des Kindes Zitat

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