Das Neuron in Anatomie und Physiologie

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Gustav Fischer, 1900 - 54 pages
 

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Page 58 - Ueber die Vererbung (1883). — Ueber Leben und Tod (1884). — Die Kontinuität des Keimplasmas als Grundlage einer Theorie der Vererbung (1885).
Page 54 - Oculomotoriuskernes (Fortschritte d. Medicin 1896. 6, S. 201). Die Veränderungen der Zellen des Oculomotoriuskernes wurden an zwei Katzen beobachtet, welche 13, respective 3 Tage nach intracranieller Durchschneidung ihres einen N. oculomotorius gelebt hatten. Die Färbung der Schnitte geschah theils...
Page 55 - Der Kern der Neuronlehre liegt, wie schon Eingangs betont, in der Auffassung des Ganglienzellkörpers mit seinem Nervenfortsatz und seinen Dendriten als cellulare Einheit. Ob die einzelnen Neurone immer nur durch blossen Contact zusammenhängen, oder ob in manchen Fällen continuirliche Uebergänge oder selbst reichliche Anastomosen zwischen ihnen bestehen durch Fibrillen oder protoplasmatische Concrescenzen, das...
Page 31 - Untersuchungen Positives in dieser Frage herausgekommen ist, so muss man wiederum sagen: unbestrittene Thatsachen nicht, und es bleibt auch hier wieder abzuwarten, was die Zukunft allmählich als gesicherte Erkenntniss feststellen wird. Wenn man aber auf Grund der neueren Forschungen sich ein Bild machen will, das die meiste Wahrscheinlichkeit für sich hat, so wird man annehmen können, dass die Neurone bei erwachsenen Individuen in vielen Fällen durch directe Continuität ihrer lebendigen Substanz...
Page 40 - dass die Ganglienzellen (dh der kerntragende Theil des Neurons) zu den wesentlichen Erscheinungen des Reflexes nicht nothwendig sind, dass nämlich der Muskeltonus nicht von der Ganglienzelle besorgt wird, dass ein geordneter Reflex ohne Ganglienzelle möglich ist und ihre Anwesenheit zum Zustandekommen der Reizsummation nicht nöthig ist.
Page 58 - Ueber .Leben und Tod (1884). — Die Kontinuität des Keimplasmas als " Grundlage einer Theorie der Vererbung (1885). - Die Bedeutung der sexuellen Fortpflanzung für die Selektionstheorie (1886). — Ueber die Zahl der Richtungskörper und über ihre Bedeutung für die Vererbung. (1887).
Page 3 - Neuion in Anatomie und Physiologie. Vortrag gehalten in der allgemeinen Sitzung der medizinischen Hauptgruppe der 72. Versammlung deutscher Naturforscher und Aerzte zu Aachen am 19. September 1900 von Dr.
Page 42 - Der Tonus der Muskeln, der motorische Impuls, die Reizschwelle, die Summation der Reize, die Coordination einfacher und complicirter Reflexe sind ohne Ganglienzellen möglich, und es ist anzunehmen, dass auch normaler Weise die Ganglienzellen nicht bei diesen Dingen betheiligt sind. Alle diese Vorgänge finden nach seiner Vorstellung im Fibrillengitter des Nervensystems statt, und auch „alles Psychische ist ein Spiel der Reize der Aussenwelt im Fibrillengitter des Gehirns".
Page 49 - Energie der Sinnessubstanzen" anführen. Indessen mögen die mitgeteilten Beispiele genügen. Sie zeigen alle übereinstimmend zur völligen Evidenz, dass die Annahme einer kontinuierlichen und funktionell überall gleichartigen Fibrillensubstanz als alleiniges Substrat der nervösen Vorgänge sich mit den physiologischen Thatsachen nicht vereinigen lässt. Die Physiologie hat gute Gründe gehabt, als sie die spezifisch-nervösen Vorgänge in die Ganglienzellen verlegte und sie hat heute noch viel...
Page 6 - Bedürfniss hervorrufen, seine Geheimnisse zu ergründen. Allein acut geworden ist das Interesse der letzten Jahre doch erst durch eine Lehre, die es vermocht hat, mit einer einzigen Vorstellung wunderbare Klarheit zu verbreiten über das scheinbar so hoffnungslose Gewirr von Zellen und Fasern, welches das Substrat der Vorgänge im Nervensystem bildet, ich meine durch die Lehre vom Neuron.

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